WeltRisikoBericht

Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen?

© Cure / CBM

Erdbeben, Stürme oder Überschwemmungen – weltweit kommt es Jahr für Jahr zu extremen Naturereignissen mit negativen Folgen für Millionen Menschen. Durch den Klimawandel nehmen Wetterextreme, wie etwa Dürren, vielerorts an Häufigkeit und Intensität zu. Auch der voranschreitende Meeresspiegelanstieg stellt eine zunehmende Bedrohung für die Lebensgrundlage von Menschen in Küstenregionen dar. Ob es in Folge eines extremen Naturereignisses zu einer Katastrophe kommt, hängt jedoch nicht allein vom Schadensereignis, sondern ebenso von der gesellschaftlichen Ausgangslage ab. Je robuster die Infrastruktur, je niedriger beispielsweise das Ausmaß an Armut und Ungleichheit und je besser der Zugang zu wichtigen Versorgungstrukturen wie dem Gesundheitssystem ist, desto effektiver können Gesellschaften negative Folgen extremer Naturereignisse abmildern. Konsequente Vorsorge etwa durch die Förderung katastrophensicherer Infrastruktur und die Bekämpfung von Armut, die Stärkung akuter Bewältigungskapazitäten im Gesundheitsbereich oder Katastrophenmanagement sowie langfristige Anpassungen durch Investitionen in Bildung, Frühwarnsysteme und Klimaschutz sind dabei entscheidend.

Der WeltRisikoBericht, der seit 2011 jährlich erscheint, identifiziert und thematisiert diese umweltbezogenen und gesellschaftlichen Faktoren, deren globale Zusammenhänge und Entwicklungen, welche für die Entstehung von Katastrophen ausschlaggebend sind. Dabei steht jedes Jahr ein anderer Aspekt im Fokus des Berichts. Seit 2018 wird der WeltRisikoBericht gemeinsam mit dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum herausgegeben. Der WeltRisikoBericht enthält den WeltRisikoIndex, der vom IFHV berechnet und weiterentwickelt wird.
Der WeltRisikoIndex ermittelt für derzeit 181 Länder weltweit das Risiko, dass aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und entwicklungspolitischer Praxis bündelt der Bericht vielschichtige Perspektiven auf die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesellschaft in Hinblick auf die Entstehung von Katastrophen und deren Bewältigung. Somit soll ein realitätsnahes Bild von Katastrophen vermittelt und zukunftsorientierte Schlussfolgerungen für humanitäre Hilfsmaßnahmen, Politik und Berichterstattung ermöglicht werden.

Weltkarte des Risikos 2021

sehr gering
0,30 – 3,25

gering
3,25 – 5,54

mittel
5,55 – 7,66

hoch
7,67 – 10,71

sehr hoch
10,72 – 47,73

keine Daten

Weiterführende Informationen zur Berechnung des Index finden Sie auf der Website zum WeltRisikoBericht.

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