21. Mai 2026

Ebola-Hilfe in Zentralafrika: So hilft das Bündnis Betroffenen

Archivbild: Menschen in Schutzanzügen | Copyright (c) 2020 Belen B Massieu/Shutterstock

So helfen unsere Mitglieder

Christoffel-Blindenmission (CBM)

CBM in Vorbereitung einer Multi-Sektor-Ebola-Response

CBM bereitet in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu (u.a. Beni, Butembo, Goma, Bukavu) eine Multi-Sektor-Ebola-Response vor, umgesetzt über lokale Partnerorganisationen. Das Projekt verbindet Gesundheit, WASH und Schutz: Integration der Ebola-Response in bestehende Projekte, Infektionsprävention und Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Triage, PPE), Sicherstellung essenzieller Gesundheitsdienste sowie Kapazitätsaufbau lokaler Partner in Infektionskontrolle und Inklusion. Ergänzt wird dies durch psychosoziale Unterstützung (MHPSS) für Mitarbeitende, inklusive Aufklärungsarbeit über Radio und Outreach-Worker mit zielgruppengerechter Kommunikation sowie Maßnahmen gegen indirekte Folgen wie wirtschaftlichen Druck und Ernährungsunsicherheit. Zielgruppen sind Gesundheitspersonal, lokale Partner, vulnerable Bevölkerungsgruppen und insbesondere Menschen mit Behinderungen. Budget und Aktivitäten in Uganda sind in den vorliegenden Angaben nicht ausgewiesen.

medico international

medico international begleitet den Ebola-Ausbruch in Uganda mit einem Fokus auf zivilgesellschaftliche Einbindung:

Community Engagement: Sicherstellung der Beteiligung lokaler Gemeinschaften an Quarantänemaßnahmen und Schutz ihrer Lebensgrundlagen.
Sichtbarkeit & Advocacy: Community Health Worker und lokale Gemeinschaften werden gegenüber Medien und Hilfsorganisationen sichtbar gemacht.

Misereor

Ebola im Osten der DR Kongo: Misereor stärkt Gesundheitsversorgung in Ituri

Misereor unterstützt im Nordosten der Provinz Ituri Gesundheitseinrichtungen dabei, Schutzmaßnahmen zu verstärken und die Bevölkerung über Gefahren und Hygieneregeln aufzuklären. Die Informationsweitergabe erfolgt gezielt über Gesundheitseinrichtungen sowie Pfarreien und Schulen. Umgesetzt wird die Response durch die Misereor-Partnerorganisation BDOM Mahagi, ein Netzwerk aus 24 Gesundheitseinrichtungen, darunter fünf Krankenhäuser. BDOM Mahagi verstärkt die Maßnahmen gegen das aktuelle Infektionsgeschehen und schult parallel das Personal, um Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen und professionell zu behandeln.

Oxfam

Oxfam bereitet im Osten der DR Kongo eine umfassende Notfallreaktion vor:

Bedarfsanalyse & Früheinsatz: Entsendung eines ersten Teams nach Bunia für schnelle Lageeinschätzungen und priorisierte Interventionen in Gebieten mit hohem Übertragungsrisiko.
Wasser & Hygiene in Gesundheitseinrichtungen: Bereitstellung von sicherem Trinkwasser, Handwasch-Infrastruktur sowie Desinfektionsmitteln; Stärkung von Infektionsschutz und sicherem Abfallmanagement.
Risikokommunikation & Vertrauen: Einbindung von Gemeindevertreter:innen und Freiwilligen zur Eindämmung von Fehlinformationen sowie Feedbackmechanismen für eine bedarfsgerechte und inklusive Hilfe.

Plan International

Plan International ist in Uganda aktiv und bereitet weitere Maßnahmen in gefährdeten Regionen vor:

Lagebeurteilung: Unterstützung des ugandischen Gesundheitsministeriums bei der Entsendung von Teams zur Bewertung von Kapazitäten in Hochrisiko-Distrikten im Südwesten und Mittleren Westen.
Risikokommunikation: Sofortige Aufklärungskampagnen in gefährdeten Transitkorridoren und Siedlungen – u. a. durch lokalisierte Radiospots, Sensibilisierung zur Meldung ungeklärter Todesfälle und Förderung sicherer Bestattungspraktiken.
Wasser & Hygiene: Installation fußbetriebener Handwaschstationen in Transit- und Aufnahmezentren, Verteilung von Schutzausrüstung an Mitarbeitende sowie Hygiene- und Menstruationsartikel für vulnerable Bevölkerungsgruppen.

Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe ist im Kongo aktiv und bereitet gezielte Hilfsmaßnahmen vor:

Schutz von Mitarbeitenden & Programmen: Stärkung der Ebola-Prävention in Büros und laufenden Projekten sowie Anpassung von Logistik und Bewegungsabläufen in enger Abstimmung mit Gesundheitsbehörden.
Quarantäne & Versorgung: Geplante Unterstützung durch Lebensmittel, Non-Food-Items sowie Hygiene- und Schutzartikel – vor allem für Gesundheitspersonal und öffentliche Einrichtungen.
Aufklärung & Nachsorge: Präventionskommunikation, Sensibilisierungsmaterialien sowie Unterstützung für Genesene und besonders vulnerable Gruppen wie Binnengeflüchtete und alleinerziehende Frauen.

Ihre Spende für die Ebola-Hilfe

Die Ebola-Epidemie bedroht das Leben tausender Menschen. Jetzt kommt es darauf an, schnelle medizinische Hilfe und Schutz für betroffene Familien zu ermöglichen.

Björn Scheele, Referent Fundraising