Rohingya: Ein Jahr Vertreibung und Ausharren

Menschen mit Regenschirmen laufen über überflutete Wege in Flüchtlingscamps für Rohingya in Bangladesch
Die starken Regenfälle im Juli und August 2018 haben Teile der Camps überflutet und Wege und Behausungen beschädigt. © CBM
Jungen und Mädchen finden in den errichteten Kinderschutzzentren Unterstützung und Sicherheit. © Kindernothilfe
Mostafa Bibi kocht an ihrer Kochstelle im Camp Hakimpara. Die Kochstelle wurde von einer lokalen Partner-NGO bereitgestellt. © Pilar/ Welthungerhilfe
Menschen in einfachen Behausungen im Flüchtlingscamps bei starken Regenfällen
Rohingya suchen in den einfachen Behausungen Schutz vor den starken Regenfällen während der Regenzeit. © medico international
Ein Orthopädietechniker repariert die Beinschiene eines Rohingya-Jungen in der Gesundheitsstation im Camp in Balukhali. © CBM
Eine lokale NGO verteilt Brennmaterial an Rohingya im Camp Hakimpara. © Pilar/ Welthungerhilfe

Über 600.000 Rohingya sind seit Ende August 2017 vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen. Seit einem Jahr verharren sie nun in überfüllten Camps und werden mit dem Nötigsten versorgt. Die einfachen Unterkünfte aus Planen und Bambus bieten nur wenig Schutz gegen den Regen und die Stürme während der momentanen Regenzeit. Die starken Regenfälle verschärfen die Lage zusätzlich, sie verunreinigen das Trinkwasser und Krankheiten breiten sich schneller aus. Bedingungen für eine Rückkehr nach Myanmar sind nicht geschaffen. Die Menschen brauchen weiterhin Unterstützung.

Die Bündnis-Mitglieder sind in der Region in Bangladesch aktiv und leisten Soforthilfe für die Rohingya. Sie verteilen Nahrung, sauberes Trinkwasser, Essgeschirr, Hygienekits und Wasserreinigungstabletten. Zusätzlich unterstützen sie den Bau von Brunnen und Latrinen. Zum Schutz vor Überschwemmungen und Wirbelstürmen werden Behausungen und Wege befestigt und Sandsäcke ausgegeben. In Gesundheitsstationen erhalten Rohingya eine medizinische und psychosoziale Grundversorgung. Außerdem haben die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partner geschützte Bereiche für Kinder errichtet, in denen sie Hilfe finden, lernen und spielen können.

 

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 162,95 Mio Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,579 (mittel)
Welthungerindex 2017: 26,5 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 19,57 % (sehr hoch)

Exposition: 31,70 % (sehr hoch)

Vulnerabilität: 61,72 % (hoch)

 

Länderprofil Myanmar

Bevölkerung: 52,89 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 676,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,556 (mittel)
Welthungerindex 2017: 22,6 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 9,06 % (hoch)

Exposition: 14,87 % (hoch)

Vulnerabilität: 60,95 % (hoch)

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Taifun Mangkhut zog am 14./ 15. September 2018 über den Nordosten der Philippinen.
Zerstörung auf den Straßen Syriens © Meyer/ Misereor

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Schüler in Naibala, Kenia, folgen an neuen Tischen für ihre Klassenräumen aufmerksam dem Unterricht. © Brandstätter/ Welthungerhilfe

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Um die Gewalt im #Jemen zu beenden, müssen auch die Rüstungsexporte gestoppt werden! https://t.co/8br4TrkRG9
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4 days ago
2017 wurden 10.000 Kinder durch #Waffengewalt verstümmelt oder getötet. Auch wir unterstützen die Petition unseres Bündnismitglieds @tdh_de. Stoppt #Waffenexporte! #Weltkindertag https://t.co/8UHPLVj6ZG
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RT @tdh_de: Immer mehr Kinder werden Opfer von Krieg. Allein in 2017 stieg die Zahl der getöteten und verstümmelten Kinder um 25 % auf über…
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Ein tolles Projekt unseres Mitglieds @DAHW_Wue und @fmfyemen versorgte 259 binnenvertriebene Familien im #Jemen mit Lebensmittelpaketen. Erfahrt hier die Geschichte von Lotfi: https://t.co/5UdP4tlD5Q
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Wie groß die Schäden sind, die #Mangkhut auf den #Philippinen angerichtet hat, ist noch nicht klar. Unsere Bündnis-Mitglieder stehen in engem Kontakt mit ihren langjährigen Partnern vor Ort und prüfen Bedarfe für Soforthilfe.
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Spendenaufruf in der ARD

Bei großen Katastrophen und Krisen vereinbart Bündnis Entwicklung Hilft Medienkooperationen für gemeinsame Spendenaufrufe. Zurzeit unterstützt die ARD sowohl den Spendenaufruf für die Hilfe in Afrika und im Jemen, als auch den für die Hilfe für Rohingya.

WeltRisikoBericht
Analyse und Ausblick 2017

Die Verwundbarkeit der Länder weltweit gegenüber extremen Naturereignissen ist geringer geworden. Die Menschen sind im Durchschnitt besser für Naturgefahren wie Wirbel­stürme oder Erdbeben gerüstet als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis hat die Gesamtanalyse des WeltRisikoIndex der Jahre 2012 bis 2016 geführt.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

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