Hilfe für Rohingya

In einfachen Hütten aus Plastikplanen und Bambusstäben auf engem Raum finden Rohingha nach ihrer Flucht aus Myanmar Schutz. © Christian Herrmanny/ Kindernothilfe
Rahima Khatun ist mit ihren Kindern in ein Aufnahmecamp in der Stadt Cox's Bazar in Bangladesch geflohen. © Disha Uppal / Welthungerhilfe
Für den Erhalt von Hilfsgütern müssen die Menschen in Camps in Ukhia und Teknak in der Region Cox's Bazar lange anstellen. © CDD/ Christoffel-Blindenmission
Mädchen tragen Hilfsgüter zurück in die Camps © CDD/ Christoffel-Blindenmission
Basisgesundheitsteams von medico-Partner Gonoshasthaya Kendra (GK) versorgen geflüchtete Rohingya in Bangladesch. © GK / medico international
Geflüchtete Rohingya im Gespräch mit lokalen Behörden © CDD/ Christoffel-Blindenmission
Viele Kinder haben auf der Flucht ihre Familien verloren und sind allein. In neu errichteten Zentren finden sie Schutz, können spielen und lernen und erhalten psychosoziale Betreuung. © Christian Herrmanny/Kindernothilfe

Hunderttausende Rohingya sind seit Ende August 2017 vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen und verharren in überfüllten Aufnahmecamps. Die humanitäre Lage in den Aufnahmecamps ist dramatisch. Die Menschen leiden an Hunger, sie leben in  einfachsten Unterkünften aus Bambus und Planen, es fehlt an sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Nun naht die nächste Monsunregenzeit. Den Menschen in den Camps drohen Erddrutsche und Überschwemmungen. Soforthilfe und Präventionsmaßnahmen sind dringend erforderlich.

Die Bündnis-Mitglieder sind in der Region in Bangladesch aktiv und setzen in den Aufnahmecamps  Soforthilfe-Maßnahmen für Rohingya um. Sie verteilen Nahrung, sauberes Trinkwasser und Essgeschirr, stellen Latrinen bereit und unterstützen den Bau von Brunnen. In neu eingerrichten Kliniken erhalten Rohingya eine medizinische Grundversorgung. 

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 162,95 Mio Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,579 (mittel)
Welthungerindex 2017: 26,5 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 19,57 % (sehr hoch)

Exposition: 31,70 % (sehr hoch)

Vulnerabilität: 61,72 % (hoch)

 

Länderprofil Myanmar

Bevölkerung: 52,89 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 676,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,556 (mittel)
Welthungerindex 2017: 22,6 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 9,06 % (hoch)

Exposition: 14,87 % (hoch)

Vulnerabilität: 60,95 % (hoch)

Hungerkrisen – eine Folge von Gewalt und Dürre

Im Jemen hilft die DAHW in den Dürregebieten bei der Notversorgung mit Wasser. © Yasin Al-Qubati / DAHW

Kinder im Flüchtlingslager Dolo Ado in Äthiopien. Für jüngere Kinder zwischen fünf und elf Jahren organisiert der äthiopische Partner von Brot für die Welt Notschulen, die rund 1.800 Kindern Lernmöglichkeiten und Abwechslung im tristen Flüchtlingsalltag bieten. © Roman Farkas / Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe

Eine stillende Mutter in einem Krankenhaus nahe der Stadt Burao in Somaliland. Kinder und schwangere Frauen leiden am meisten unter der Dürre. Die Kindernothilfe engagiert sich mit Wassertransporten, Nahrungsmittelversorgung und Hygieneschulungen für die Bevölkerung. © Angelika Böhling / Kindernothilfe
Dürre in Somaliland, ein verendetes Schaf in der Nähe der Stadt Borama. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
In Idhanka in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe die Bevölkerung mit der Verteilung von Nahrungsmitteln. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Jemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Infolge der anhaltenden Dürre in vielen Regionen und aufgrund des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Im Jemen wird die prekäre Ernährungslage durch den seit Jahren andauernden bewaffneten Konflikt besonders verschärft. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.

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Aktuelle Meldungen

Kinder spielen in Kriegstrümmern in Aleppo. ©dpa
Unter Plastikplanen haben Rohingya Schutz in Bangladesch gefunden. © CDD / CBM

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Unterricht in provisorischer Schule nach dem Erdbeben in Haiti. © Jakob Studnar / Kindernothilfe

Elf starke Organisationen – ein Bündnis. Prävention, partnerschaftliche Zusammenarbeit, langfristige Hilfe, gebündelte Erfahrung und entwicklungspolitisches Engagement sind unsere Grundpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung. Leben retten, akute Not lindern: Im Katastrophenfall kommt es auf schnelle und effektive Hilfe an. Das Bündnis Entwicklung Hilft kann aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sicherstellen, dass alle Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

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19,7 % - so hoch ist das Risiko, dass in #Bangladesch aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird. Die #Monsunzeit naht, für viele #Rohingya kann das die Verwüstung ihrer Behausung bedeuten. #entwicklunghilft
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Ein Kontrastprogramm zur Nachrichtenlage in der heutigen Zeit: 32 positive Nachrichten #entwicklunghilft https://t.co/6m9qbW4ayo
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RT @nothilfe: Der #Syrien-Konflikt steht vor der nächsten gefährlichen Ausweitung. Warum die Botschaft der westlichen Luftschläge so verhee…
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#Ernährung und #Gesundheit für Frauen und Kinder in Burkina Faso. Unser Mitglied @tdh_de und seine lokalen Partner unterstützen Frauengruppen beim Anbau gesunder #Grundnahrungsmittel für die #Trockenzeit. #entwicklunghilft #BurkinaFaso https://t.co/hcDpEDJnfu https://t.co/Xf21ZSdceX
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RT @Welthungerhilfe: 0,7-Rechentrick der Bundesregierung nun sichtbar: Kaum sinken die Ausgaben für die Versorgung von Geflüchteten in Deut…
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Spendenaufruf in der ARD

Bei großen Katastrophen und Krisen vereinbart Bündnis Entwicklung Hilft Medienkooperationen für gemeinsame Spendenaufrufe. Zurzeit unterstützt die ARD sowohl den Spendenaufruf für die Hilfe in Afrika und im Jemen, als auch den für die Hilfe für Rohingya.

WeltRisikoBericht
Analyse und Ausblick 2017

Die Verwundbarkeit der Länder weltweit gegenüber extremen Naturereignissen ist geringer geworden. Die Menschen sind im Durchschnitt besser für Naturgefahren wie Wirbel­stürme oder Erdbeben gerüstet als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis hat die Gesamtanalyse des WeltRisikoIndex der Jahre 2012 bis 2016 geführt.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

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