Libanon-Nothilfe

Erste Hilfsmaßnahmen nach den Zerstörungen in Beirut | © Amel / medico international

Nach gewaltigen Explosionen in Beirut sind Teile der libanesischen Hauptstadt zerstört. Nach bisherigen Angaben sind die Explosionen auf hochexplosives Ammoniumnitrat zurückzuführen, welches im Hafen der Millionenstadt gelagert wurde. Die durch die Detonation ausgelöste Druckwelle hat im Umkreis von fünf Kilometern verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 200 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Über 5.000 Personen wurden verletzt, etwa 300.000 Menschen sollen ihr Zuhause verloren haben. Die Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren, jedoch sind die verfügbaren Kapazitäten begrenzt – viele Krankenhäuser sind komplett überlastet. Die Situation wird zudem durch die anhaltende politische und wirtschaftliche Krise erschwert, die durch die Corona-Pandemie weiter verschärft wird. Bereits vor den Explosionen waren viele Menschen durch die Pandemie in eine prekäre Situation geraten. Mehrere Bündnis-Mitglieder sind vor Ort tätig und koordinieren gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen erste Hilfsmaßnahmen.

Die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partnerorganisationen versorgen die Verletzten, helfen bei den Aufräumarbeiten in der Stadt und rufen zu Blutspenden auf. Sie verteilen Trinkwasser, Lebensmittelpakete, Decken, Matratzen, Hygieneartikel, Windeln, Einwegmasken, Kleidung und Bargeld an die Betroffenen. Gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen haben sie provisorische Küchen zur Versorgung eingerichtet. In Gesundheitszentren bietet geschultes Personal psychosoziale Unterstützung insbesondere für Kinder an.

Bevölkerung: 6,86 Mio. Einwohner*innen (2019)

WeltRisikoIndex (2019):

Icon Mensch hellgruenRisiko: 5,27 % (gering)

Icon Blitz hellgruenExposition: 11,70 % (gering)

Icon Kreuz hellrosaVulnerabilität: 45,01 % (mittel)

Ihre Spende hilft

Gemeinsam gegen das Coronavirus

Kinder mit Masken sitzen auf einem Tisch.
Jugendliche aus Karatschi, Pakistan dokumentieren wie das Coronavirus ihren Alltag verändert. Das Projekt ist Teil einer Journalismus-Fortbildung, organisiert durch die terre des hommes-Partnerorganisation »Lyari's Girls‘ Café«. © Lyari's Girls‘ Café / terre des hommes
Rote Kreise auf dem Boden vor einem Geschäft dienen zur Abstandshaltungen
Rote Markierungen auf dem Boden vor einem Geschäft in Karatschi, Pakistan weisen auf die Abstandsregelungen hin. © Lyari's Girls‘ Café / terre des hommes
Brasilien_Auch Indigene trifft die Corona-Krise auf besondere Weise. Hier protestieren sie f├╝r eine bessere Gesundheitsversorgung in Bras├¡lia, M├ñrz 2019 ┬® Tiago Miotto_Cimi
Indigene Gruppen protestieren in Brasília für eine bessere Gesundheitsversorgung. © Tiago Miotto / Cimi / Misereor
Person in Schutzausrüstung klärt über Covid-19 auf.
Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe unterstützt Corona-Schulungen für Gesundheitspersonal in Afghanistan. © DAHW
Mitarbeiter verteilt Schutzmasken und Infomaterial zu Covid-19 an Arbeiterinnen in Dhaka, Bangladesch
Am Stadtrand der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka verteilen lokale Mitarbeiter der German Doctors Atemschutzmasken und Aufklärungs-Broschüren zum Coronavirus an die in der Bekleidungsindustrie arbeitenden jungen Männer und Frauen. © German Doctors e.V.
Schriftzüge auf den Boden rufen in Bangladesch zur Ausgangssperre auf. Offiziell bezeichnet die Regierung die Sperre als landesweiten Urlaub. © Barcik / Misereor
Mitarbeiter verteilen Hygiene-Sets im Bezirk Zinda Jan in der afghanischen Provinz Herat. © terre des hommes
Mann in Schutzkleidung desinfiziert Waschräume in
Im Kampf gegen Corona desinfizieren medico-Partner in Rojava Waschräume. © Rojava Information Center / medico international
Mitarbeiter von German Doctors hält Informationsblatt zu Covid-19 hoch.
Mit einer elektronischen Rickshaw fahren lokale Mitarbeiter abgelegene Dörfer im Umland Kalkuttas an. Dort klären sie vor allem die vielen Wanderarbeiter in den Ziegeleien mittels Megafon und Flugblättern über das richtige Verhalten zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf. © German Doctors e.V.
Personal anPersonal mit Schutzmasken hinter einem Gesundheitsstand. itspersonal Besucher*innen die Vorsorgemaßnahmgegen das Corona-Virus.
Vor einem Bürgeramt in Ichhakamana in Nepal erklärt Gesundheitspersonal Besucher*innen die Vorsorgemaßnahmen gegen das Corona-Virus. © Welthungerhilfe
Kinder waschen sich Hände an Handwaschstation.
In einer Grundschule in Butembo in der DR Kongo lernen Kinder, wie sie sich zur Verhinderung von Krankheiten richtig die Hände waschen. © Brot für die Welt
Frau verteilt Broschüren an Autofahrerinnen.
Informationsmaterial klärt über das Virus und Maßnahmen zur Eindämmung auf. © Rojava Information Center / medico international
Gruppe von Menschen verteilen Handwaschanlagen.
In Sierra Leone werden in Dörfern an der Grenze Handwaschstationen aufgebaut. © Welthungerhilfe

Das Coronavirus hat die Länder des Globalen Südens erreicht und verschärft zunehmend die dort bereits existierende Krisen. Die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen der Corona-Pandemie sorgen für immer mehr soziale Ungleichheiten und politische Spannungen. Zudem erschweren die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in den Projektländern weiterhin die Versorgung der Menschen mit Medikamenten, Wasser, Seife und Nahrungsmitteln. Auch die Weiterführung von Hilfsprojekten gestaltet sich täglich schwieriger. Die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partnerorganisationen setzen sich in dieser herausfordernden Zeit dafür ein, ihre Unterstützung für Menschen in Not überall auf der Welt so gut es geht fortzuführen.

Unsere Bündnis-Mitglieder sind weiter in vielen Ländern aktiv und helfen, die Ausbreitung einzudämmen. Sie stehen in engem Austausch mit lokalen Projektpartnern und bringen Präventivmaßnahmen auf den Weg. Sie weiten Hygienemaßnahmen aus, stellen Schutzausrüstung zur Verfügung und unterstützen die Aufklärungsarbeit. Besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen erhalten Lebensmittel und Medikamente. Bitte helfen Sie im Kampf gegen das Virus und unterstützen Sie die Hilfsmaßnahmen mit Ihrer Spende.

Aktuelle Meldungen

In einer Lederei in Karatschi, Pakistan sind die Arbeiter*innen vor dem Staub gar nicht oder nur unzureichend geschützt. © medico international
79,5 Millionen Menschen sind laut UNHCR-Bericht auf der Flucht. Eine Rückkehr in die Heimatländer wird immer seltener möglich.

Ich möchte auf dem Laufenden bleiben!

Uns kennenlernen

Elf Hilfswerke. Ein Bündnis. Ihre Spende.

Schüler in Naibala, Kenia, folgen an neuen Tischen für ihre Klassenräumen aufmerksam dem Unterricht. © Brandstätter/ Welthungerhilfe

Elf starke Organisationen – ein Bündnis. Prävention, partnerschaftliche Zusammenarbeit, langfristige Hilfe, gebündelte Erfahrung und entwicklungspolitisches Engagement sind unsere Grundpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung. Leben retten, akute Not lindern: Im Katastrophenfall kommt es auf schnelle und effektive Hilfe an. Das Bündnis Entwicklung Hilft kann aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sicherstellen, dass alle Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Alle im Bündnis vertretenen Organisationen und das Bündnis selbst tragen das DZI Spenden-Siegel, das eine transparente und effiziente Verwendung der Spendengelder garantiert. Unterstützen Sie unsere Arbeit. Jeder Beitrag hilft.

Mehr unter Über uns

Mehr Informationen

Twitter

1 day ago
DasBuendnis Retweeted
@nothilfe: Heute um 18:08 vor einer Woche explodierten im Hafen von #Beirut 2750 Tonnen Ammoniumnitrat, mindestens 160 Menschen starben. Inzwischen ist die Demokratiebewegung wieder da und fordert mit neuer Wut eine Neugründung des Landes. Von @neumann_aktuell

https://t.co/lbZMSGKnco
3 days ago
DasBuendnis Retweeted
@Welthungerhilfe: In #Beirut gingen die Aufräumarbeiten am Wochenende weiter (📸 Lennart Lehmann), es wird über die politischen Folgen der Explosion gerungen. Wir richten den Blick auf die Menschen im Umland und Geflüchtete aus Syrien im #Libanon. Preisschübe gefährden deren Versorgungslage. https://t.co/VLu033GZDy
3 days ago
DasBuendnis Retweeted
@tagesschau: Nach Explosionskatastrophe: Neue Zusammenstöße in Beirut https://t.co/C1fGKAkwX2 #Beirut #Proteste
3 days ago
Die Menschen in #Beirut brauchen dringend Hilfe. Unterstützt unsere Hilfsmaßnahmen. https://t.co/8phxfwYvnP https://t.co/tDE3pxsmee
7 days ago
Angesichts der dramatischen Lage ruft die @tagesschau zur Hilfe für die Menschen in #Beirut auf. Jeder Beitrag zählt. https://t.co/AZOXHozxnj https://t.co/6Ddyfw2ucn

WeltRisikoBericht 2019

Cover für den Weltrisikobericht 2019

Der WeltRisikoBericht 2019 behandelt den Fokus Wasserversorgung. Bis heute ist der Zugang zu einer sicheren Wasser­versorgung weltweit sehr ungleich verteilt. Wie jedes Jahr enthält der Bericht zudem den WeltRisikoIndex, der für 180 Länder das Katastrophenrisiko infolge extremer Naturereignisse angibt. Der WeltRisikoBericht 2019 ist als Download verfügbar, Druckexemplare können kostenlos per E-mail bestellt werden.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

Bei großen Katastrophen und Krisen vereinbart Bündnis Entwicklung Hilft Medienkooperationen für gemeinsame Spendenaufrufe. Aktuell unterstützt die ARD im Rahmen der Kooperation den Spendenaufruf für die Libanon-Nothilfe.

Hilfe weltweit