Transparenz und Verantwortung

Das Bündnis selbst wie auch die Bündnis-Mitglieder verpflichten sich, mit den ihnen anvertrauten Mitteln verantwortungsbewusst, sorgfältig und wirtschaftlich umzugehen. Sie machen die Herkunft und Verwendung der Mittel transparent und den Spendern und Spenderinnen zugänglich. Das DZI Spenden-Siegel bestätigt dem Bündnis und den Bündnis-Mitgliedern die verantwortungsbewusste Mittelverwendung.

Eingegangene Spenden kommen nicht Einzelpersonen, sondern Gruppen und Gemeinschaften von Menschen unter uneingeschränkter Achtung der Menschenwürde zugute. Die Unterstützung wird so geleistet, dass keine Konkurrenz unter den Empfängern und Empfängerinnen der Hilfsleistungen gefördert wird. Menschen auf allen Kontinenten werden als Subjekte ihres Handelns und nicht als Objekte von Hilfe verstanden. Hierzu haben sich die Bündnis-Mitglieder im Kodex verpflichtet.

Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, Kindernothilfe, medico international, Misereor, Plan International, terre des hommes, Welthungerhilfe und die assoziierten Mitglieder German Doctors sowie Oxfam verpflichten sich, den VENRO-Kodex „Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit“ zu achten. In Anlehnung an diesen Kodex verpflichten sie sich insbesondere auf folgende Grundsätze:

1. Verpflichtung gegenüber der Menschenwürde
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder achtet die Würde des Menschen in besonderer Weise: Sie geht davon aus, dass Menschen auf allen Kontinenten Subjekte ihres Handelns und nicht Objekte von Hilfe sind. Sie zeigt dies in allen Äußerungsformen wie Wort, Bild und Ton.

2. Verpflichtung auf Offenheit und Wahrheit
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder achtet auf wahrheitsgemäße, sachgerechte Darstellung, macht ihre eigenen Werthintergründe, Motive und ihr Handeln transparent. Sie vermittelt die prinzipielle Offenheit für unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten und möchte Menschen unterstützen, zwischen den verschiedenen Lösungswegen entscheiden zu können. Ihre auf Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit basierende Öffentlichkeitsarbeit stellt grundsätzlich keine Behauptungen auf, die eine bestimmte Entwicklungsstrategie, eine bestimmte Form von Hilfe oder einen bestimmten entwicklungspolitischen Ansatz als einzige Lösung nahe legen.

3. Verpflichtung auf Partnerschaftlichkeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder hebt hervor, dass gegenseitige Abhängigkeiten in der Einen Welt eine gemeinsame Verantwortung zur Überwindung von Fehlentwicklungen bedingen. Die Öffentlichkeitsarbeit ist daher den Prinzipien der Partnerschaftlichkeit verpflichtet. Dabei beachtet sie die grundsätzliche Fähigkeit der Menschen, ihr Leben in eigener Verantwortung gestalten zu können. Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder sucht den offenen Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Norden wie im Süden, ist in diesem Sinne selbstkritisch und davon überzeugt, dass Meinungsbildung auf gegenseitigen Lernerfahrungen beruht. In den gesellschaftlichen und politischen Meinungsbildungsprozessen ergreift die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder Partei für die Armen im Protest gegen Armut, Ausbeutung und Unterdrückung.

4. Verpflichtung auf angemessene Kommunikationsmittel
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder spricht Emotion und Verstand an. Zur Veranschaulichung komplexer Sachverhalte vereinfacht sie auch, aber sie überlistet oder überfordert die angesprochene Zielgruppe nicht mit Worten oder Bildern. Inhalte oder Formulierungen, die als diskriminierend verstanden werden können, sind zu vermeiden. Sie eröffnet Möglichkeiten der Verständigung und ist daher unvereinbar mit strategischen Methoden, die Menschen mit indoktrinierender Meinungsbildung überrumpeln möchten. Die eingesetzten Kommunikationsmittel dürfen dabei nicht gegen Partnerschaftlichkeit, Offenheit und Wahrheit verstoßen. Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder ist nicht moralisch überheblich, sie berücksichtigt die gesellschaftliche Situation hier zu Lande und bemüht sich daher, wo immer es geht, die Wechselwirkung zwischen dem Leben in unserer Gesellschaft und dem in Ländern des Südens aufzuzeigen. Die Mitgliedsorganisationen und die assoziierten Mitglieder lehnen aggressive Werbemaßnahmen ab. In ihrer Öffentlichkeitsarbeit legen sie besonderen Wert auf die Darstellung von Maßnahmen, die einer Fixierung auf Krisen- und Katastrophen entgegen wirken.

5. Verpflichtung gegenüber Mitbewerbern
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und die assoziierten Mitglieder stellt die beabsichtigten Ziele und Anliegen des Bündnisses in der Öffentlichkeit dar und will für diese werben und Überzeugungsarbeit leisten. Dies beinhaltet auch, die eigenen Anliegen und Positionen in Abgrenzung zu anderen Organisationen bzw. Bündnissen deutlich zu machen und gegenüber diesen zu vertreten. Dies geschieht respektvoll, fair und auf der Grundlage der hier beschriebenen Prinzipien.

6. Verpflichtung auf Effizienz und Redlichkeit bei der Mittelbeschaffung
Die Öffentlichkeitsarbeit der im Bündnis zusammengeschlossen Mitgliedsorganisationen und assoziierten Mitglieder dient auch der Mittelbeschaffung. Sie soll effizient und erfolgsorientiert sein. Sie beinhaltet Appelle an die Solidarität und Mitbetroffenheit der Geber im Sinne der „Sympathiewerbung“. Ihre Ansprache enthält nichts, was die Partner im Süden schädigt oder herabwürdigt.

7. Verpflichtung auf transparente und verantwortliche Mittelverwendung
Die im Bündnis zusammengeschlossenen Mitgliedsorganisationen und assoziierten Mitglieder sind auf die finanzielle Unterstützung privater und öffentlicher Geber angewiesen. Insbesondere bei privaten Spenden besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Geber und Verwender. Deshalb verpflichten sich die im Bündnis zusammengeschlossenen Mitgliedsorganisationen und assoziierten Mitglieder, mit den ihnen anvertrauten Mitteln verantwortungsbewusst, sorgfältig und wirtschaftlich umzugehen. Ferner verpflichten sie sich, die Herkunft und Verwendung der Mittel transparent und den Gebern zugänglich zu machen. Die Mitgliedsorganisationen und die assoziierten Mitglieder machen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit deutlich, dass Spenden nicht Einzelpersonen, sondern Gruppen und Gemeinschaften von Menschen zugute kommen. Die Hilfe wird so geleistet, dass keine Konkurrenz unter den Empfängern und Empfängerinnen der Hilfsleistungen gefördert wird.

Alle Bündnis-Mitglieder verfügen über Verhaltenskodizes und Richtlinien, die verbindliche Prinzipien und Regeln für ihre Arbeit im In- und Ausland festlegen. Sie verpflichten die Bündnis-Mitglieder unter anderem zu Transparenz, Rechenschaft und Qualitätskontrolle und dienen der Unterbindung von Missbrauch und Gewalt. Die Verhaltenskodizes unserer Mitglieder sind unter folgenden Links abrufbar:

Brot für die Welt: Code of Conduct Policy

CBM: Accountability

DAHW: Richtlinien

Kindernothilfe: Selbstverpflichtungen

medico international: Grundsätze

Misereor: Transparenz

Plan International: Internationale Kindesschutzrichtlinie

Terre des hommes: Compliance-Richtlinien und Kindesschutz

Welthungerhilfe: Verhaltensregeln

German Doctor’s: Unsere Richtlinien und Kodizes

Oxfam Deutschland: Verantwortlich handeln

Zudem haben sich alle Bündnis-Mitglieder zur Einhaltung des VENRO-Verhaltenskodex, des VENRO-Kodex für Kinderrechte und den VENRO-Leitlinien für Entwicklungspolitische Projekt- und Programmarbeit verpflichtet.

Über uns

Mann sitzt mit Junge an Strauch und erntet
Das Bündnis
Ein Mann hält einen Lautsprecher in der rechten Hand und einen Flyer zu Corona-Schutzmaßnahmen in der linken Hand.
Unsere Satzung
Ein Mann arbeitet in seiner Werkstatt mit einer Schleifmaschine
Unsere Grundsätze
Ein Paar hält sich an den Händen und läuft über ein Feld
Unsere Mitglieder