Hungerkrisen – eine Folge von Gewalt und Dürre

Im Jemen hilft die DAHW in den Dürregebieten bei der Notversorgung mit Wasser. © Yasin Al-Qubati / DAHW

Kinder im Flüchtlingslager Dolo Ado in Äthiopien. Für jüngere Kinder zwischen fünf und elf Jahren organisiert der äthiopische Partner von Brot für die Welt Notschulen, die rund 1.800 Kindern Lernmöglichkeiten und Abwechslung im tristen Flüchtlingsalltag bieten. © Roman Farkas / Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe

Eine stillende Mutter in einem Krankenhaus nahe der Stadt Burao in Somaliland. Kinder und schwangere Frauen leiden am meisten unter der Dürre. Die Kindernothilfe engagiert sich mit Wassertransporten, Nahrungsmittelversorgung und Hygieneschulungen für die Bevölkerung. © Angelika Böhling / Kindernothilfe
Dürre in Somaliland, ein verendetes Schaf in der Nähe der Stadt Borama. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
In Idhanka in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe die Bevölkerung mit der Verteilung von Nahrungsmitteln. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Jemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Infolge der anhaltenden Dürre in vielen Regionen und aufgrund des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Im Jemen wird die prekäre Ernährungslage durch den seit Jahren andauernden bewaffneten Konflikt besonders verschärft. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.

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Hilfe für die Rohingya

Rahima Khatun ist mit ihren Kindern in ein Aufnahmecamp in der Stadt Cox's Bazar in Bangladesch geflohen. © Disha Uppal/ Welthungerhilfe
Das Moynardhona Aufnahme-Camp in Cox's Bazar © Kieran McConville/ Concern Worldwide
Ein Mädchen trägt Hilfsgüter zurück ins Kutupalong Refugee Camp bei Cox‘s Bazar. © CDD/ CBM
Basisgesundheitsteams von medico-Partner Gonoshasthaya Kendra (GK) versorgen geflüchtete Rohingya in Bangladesch. © GK/ medico international
Der andauernde Regen in der Grenzregion in Bangladesch erschwert die Versorgung der Menschen in den Aufnahmecamps zusätzlich. © CDD/ CBM

Hunderttausende Rohingya sind seit Ende August auf der Flucht vor der Gewalt in Myanmar und suchen Schutz im angrenzenden Bangladesch. Sie sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Die humanitäre Lage in den bereits überfüllten Aufnahme-Camps ist katastrophal. Die Menschen leiden an Hunger, es fehlt an sauberem Trinkwasser, an trockenen Unterkünften und medizinischer Versorgung. Neu ankommende Rohingya sind gezwungen sich schutzlos am Rande der Camps niederzulassen.

Die Bündnis-Mitglieder sind mit ihren lokalen Partnerorganisationen seit vielen Jahren in der Region aktiv und haben gezielte Soforthilfe-Maßnahmen für die Rohingya gestartet. Sie verteilen Nahrung, sauberes Trinkwasser und Essgeschirr und stellen Plastikplanen und mobile Toiletten in den Camps bereit. Außerdem werden einige hundert geflüchtete Rohingya pro Tag medizinisch versorgt. 

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 162,95 Mio Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,579 (mittel)
Welthungerindex 2017: 26,5 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 19,57 % (sehr hoch)

Exposition: 31,70 % (sehr hoch)

Vulnerabilität: 61,72 % (hoch)

 

Länderprofil Myanmar

Bevölkerung: 52,89 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 676,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,556 (mittel)
Welthungerindex 2017: 22,6 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 9,06 % (hoch)

Exposition: 14,87 % (hoch)

Vulnerabilität: 60,95 % (hoch)

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Aktuelle Meldungen

Geflüchtete Rohingya stellen sich im Kutupalong Refugee Camp in der Region Cox‘s Bazar an, um Hilfsgüter zu erhalten. © CDD/ CBM

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Unterricht in provisorischer Schule nach dem Erdbeben in Haiti. © Jakob Studnar / Kindernothilfe

Elf starke Organisationen – ein Bündnis. Prävention, partnerschaftliche Zusammenarbeit, langfristige Hilfe, gebündelte Erfahrung und entwicklungspolitisches Engagement sind unsere Grundpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung. Leben retten, akute Not lindern: Im Katastrophenfall kommt es auf schnelle und effektive Hilfe an. Das Bündnis Entwicklung Hilft kann aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sicherstellen, dass alle Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Alle im Bündnis vertretenen Organisationen und das Bündnis selbst tragen das DZI Spenden-Siegel, das eine transparente und effiziente Verwendung der Spendengelder garantiert. Unterstützen Sie unsere Arbeit. Jeder Beitrag hilft.

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1 day ago
Die Zahl der geflüchteten #Rohingya in #Bangladesch ist mittlerweile auf über 800.000 angestiegen. Laut UN-Angaben ist noch mehr Unterstützung für die von sexueller Gewalt betroffenen Menschen dringend erforderlich. https://t.co/V0yyRoNtO2
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2 days ago
RT @Misereor: Wir helfen Menschen im #Jemen und unterstützen die Versorgung von Kriegsverletzten und kranken Menschen in Krankenhäusern und…
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9 days ago
Bündnis Entwicklung Hilft und Aktion Deutschland Hilft rufen gemeinsam zu Spenden für die von Hunger betroffenen Menschen im #Jemen auf. #ARD #Hungerkatastrophen https://t.co/K5wJzYC0Rv
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9 days ago
Die humanitäre Lage im #Jemen spitzt sich durch den anhaltenden Konflikt weiter zu. Es mangelt vor allem an Nahrung und Trinkwasser. Die Bündnis-Mitglieder @DAHW_Wue, @Misereor, @Oxfam_DE und @Welthungerhilfe sind vor Ort und leisten Hilfe für die betroffenen Menschen. https://t.co/XY30QeHXBd
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9 days ago
Jemen: "Die UN warnen vor der weltweit größten Hungersnot seit Jahrzehnten." #Jemen https://t.co/UOXBvCGfrL
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Spendenaufruf in der ARD

Bei großen Katastrophen und Krisen vereinbart Bündnis Entwicklung Hilft Medienkooperationen für gemeinsame Spendenaufrufe. Zurzeit unterstützt die ARD den Spendenaufruf für die Hilfe in Afrika und im Jemen.

WeltRisikoBericht
Analyse und Ausblick 2017

Die Verwundbarkeit der Länder weltweit gegenüber extremen Naturereignissen ist geringer geworden. Die Menschen sind im Durchschnitt besser für Naturgefahren wie Wirbel­stürme oder Erdbeben gerüstet als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis hat die Gesamtanalyse des WeltRisikoIndex der Jahre 2012 bis 2016 geführt.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

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