Überschwemmungen und Flucht in Südasien

Tausende Rohingyas sind aus ihrer Heimat Myanmar geflohen und suchen Schutz im angrenzenden Bangladesch. © Anando/Welthungerhilfe
Geflüchtete Rohingyas sind gezwungen sich am Rande der offziellen Aufnahme-Camps in Bangladesh niederzulassen. © Anando/ Welthungerhilfe
Basisgesundheitsteams von medico-Partner Gonoshasthaya Kendra (GK) versorgen geflüchtete Rohingyas in Bangladesch. © GK/ medico international

Eine Dorfgemeinschaft flieht vor den Überschwemmungen nahe Gaibandha in Bangladesh.  © CBM / Moni Krishno Roy / CDD

Ein Mann rettet sich vor den Fluten in einem Dorf nordöstlich von Gaibandha in Bangladesh. © CBM / Moni Krishno Roy / CDD
Eine Mahlzeit für Kinder im Rahmen von Soforthilfemaßnahmen nach den Überflutungen in Nordindien © Kindernothilfe-Partner

Über 450.000 Rohingya sind seit Ende August vor der Gewalt in ihrer Heimat Myanmar ins angrenzende Bangladesch geflohen. In den Aufnahme-Camps in Bangladesch spitzt sich die humanitäre Situation dramatisch zu. Die Menschen leiden an Hunger, es fehlt an sauberem Trinkwasser, an trockenen Unterkünften und medizinischer Versorgung. Die offiziellen Aufnahme-Camps sind bereits überfüllt. Neu ankommende Rohingyas sind gezwungen sich schutzlos am Rande der Camps niederzulassen.

Die anhaltenden Monsun-Regenfälle verschlimmern die Situation in Bangladesch. Hier und in den Nachbarländern Indien, Nepal und Pakistan hatten heftige Monsunregenfälle im August zu schweren Überschwemmungen geführt. Die Überschwemmungen haben Häuser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen beschädigt, Ernten und Existenzen zerstört. Über 45 Millionen Menschen sind betroffen. Tausende mussten in Notunterkünfte fliehen und sind akut auf Unterstützung angewiesen.

 

Die Bündnis-Mitglieder sind mit ihren lokalen Partnerorganisationen seit vielen Jahren in der Region aktiv und haben gezielte Soforthilfe-Maßnahmen für die Rohingya und Flutopfer gestartet. Sie versorgen Betroffene mit Lebensmittel wie Reis, Salz und Öl, sauberem Trinkwasser, Koch- und Essgeschirr, Hygiene-Sets mit Wasserkanistern, Tabletten zur Wasserreinigung und Desinfektionsmittel sowie Plastikplanen. Für Familien mit Kindern stehen zusätzlich nährstoffreiche Zusatznahrung und kindgerechte Medikamente zur Verfügung.

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 162,95 Mio Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,579 (mittel)
Welthungerindex 2016: 27,1 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 19,17 % (sehr hoch)

Exposition: 31,70 % (sehr hoch)

Vulnerabilität: 60,48 % (hoch)

 

Länderprofil Indien

Bevölkerung: 1.324,17 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 3.287,3 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,624 (mittel)
Welthungerindex 2016: 28,5 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 6,64 % (mittel)

Exposition: 11,94 % (mittel)

Vulnerabilität: 55,60 % (hoch)

 

Länderprofil Nepal

Bevölkerung: 28,98 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 147,2 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,558 (mittel)
Welthungerindex 2016: 21,9 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 5,12 % (gering)

Exposition: 9,16 % (sehr gering)

Vulnerabilität: 55,91 % (hoch)

 

Länderprofil Pakistan

Bevölkerung: 193,20 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: : 796,1 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0.550 (mittel)
Welthungerindex 2016: 33,4 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 6,96 % (mittel)

Exposition: 11,36 % (gering)

Vulnerabilität: 61,26 % (hoch)

Hungerkrisen – eine Folge von Gewalt und Dürre

Kinder im Flüchtlingslager Dolo Ado in Äthiopien. Für jüngere Kinder zwischen fünf und elf Jahren organisiert der äthiopische Partner von Brot für die Welt Notschulen, die rund 1.800 Kindern Lernmöglichkeiten und Abwechslung im tristen Flüchtlingsalltag bieten. © Roman Farkas / Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe

Eine stillende Mutter in einem Krankenhaus nahe der Stadt Burao in Somaliland. Kinder und schwangere Frauen leiden am meisten unter der Dürre. Die Kindernothilfe engagiert sich mit Wassertransporten, Nahrungsmittelversorgung und Hygieneschulungen für die Bevölkerung. © Angelika Böhling / Kindernothilfe
Dürre in Somaliland, ein verendetes Schaf in der Nähe der Stadt Borama. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
Die Welthungerhilfe verteilt in Idhanka in Somaliland Frischwasser an die Bevölkerung. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
In Idhanka in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe die Bevölkerung mit der Verteilung von Nahrungsmitteln. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Yemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Seit 2015 und verstärkt durch die Auswirkungen des El-Niño-Phänomens erleben viele Regionen anhaltende Dürreperioden. Infolge dieser und des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.

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Aktuelle Meldungen

Rohingya auf der Flucht. Die Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch haben sie hinter sich. © Gonoshasthaya Kendra/ medico international
Jeremie steht mit seiner Tochter in Grand Anse in Haiti vor den Ruinen eines Hauses, das durch Hurrikan Matthew zerstört wurde. © Lanfranchi / Welthungerhilfe

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Unterricht in provisorischer Schule nach dem Erdbeben in Haiti. © Jakob Studnar / Kindernothilfe

Elf starke Organisationen – ein Bündnis. Prävention, partnerschaftliche Zusammenarbeit, langfristige Hilfe, gebündelte Erfahrung und entwicklungspolitisches Engagement sind unsere Grundpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung. Leben retten, akute Not lindern: Im Katastrophenfall kommt es auf schnelle und effektive Hilfe an. Das Bündnis Entwicklung Hilft kann aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sicherstellen, dass alle Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Alle im Bündnis vertretenen Organisationen und das Bündnis selbst verfügen über das DZI-Spendensiegel, das eine transparente und effiziente Verwendung der Spendengelder garantiert. Bei großen Katastrophen und Krisen kooperiert das Bündnis Entwicklung Hilft mit der ARD und weiteren Medienpartnern. Unterstützen Sie unsere Arbeit. Jeder Beitrag hilft.

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5 days ago
Heute ist der internationale Tag der Katastrophenrisiko-Reduzierung. Die aktuellen extremen Naturereignisse wie etwa die Hurrikane in der Karibik oder die Überschwemmungen in Südasien zeigen einmal mehr wie wichtig gute Katastrophenprävention ist #IDDR2017 #Switch2Sendai https://t.co/ubH0OZuH7A
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5 days ago
RT @DDisplacement: What day is October 13th? We asked pple in the streets of Geneva, listen 2 what they said https://t.co/rOlL9fLlw5 #switc…
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14 days ago
RT @BBE_Info: Risikoanalyse und Katastrophenprävention: Der #WeltRisikoBericht: Lotte Kirch und Peter Mucke von @DasBuendnishttps://t.co
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WeltRisikoBericht 2016

Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen? Der WeltRisikoBericht zeigt diesen Zusammenhang auf. Er enthält den jährlichen WeltRisikoIndex. Der Index gibt für 171 Länder weltweit das Risiko an, Opfer einer Katastrophe in Folge extremer Naturereignissen zu werden.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

Fachtagung: Risikoanalyse und Katastrophenprävention

Bündnis Entwicklung Hilft und das Institut für Friedenssicherrungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum laden zur Fachtagung Risikoanalyse und Katastrophenprävention – Der WeltRisikoBericht auf dem Prüfstand am 2. November 2017 in Berlin ein.

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