Dramatische Überschwemmungen in Südasien

Eine Dorfgemeinschaft flieht vor den Überschwemmungen nahe Gaibandha in Bangladesh.  © CBM / Moni Krishno Roy / CDD

Ein Mann rettet sich vor den Fluten in einem Dorf nordöstlich von Gaibandha in Bangladesh. © CBM / Moni Krishno Roy / CDD
Eine Mahlzeit für Kinder im Rahmen von Soforthilfemaßnahmen nach den Überflutungen in Nordindien © Kindernothilfe-Partner
Eine Frau sucht in einem Nachbarhaus Zuflucht, das ebenfalls von den Fluten betroffen ist, und bereitet dort Essen vor. © CBM / Moni Krishno Roy / CDD

In Südasien haben heftige Monsunregenfälle in den vergangenen Wochen zu schweren Überschwemmungen geführt. Ganze Landstriche in Bangladesch, Indien, Nepal und Pakistan stehen unter Wasser. Die Überschwemmungen haben Häuser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen beschädigt, Ernten und Existenzen zerstört. Über 45 Millionen Menschen sind betroffen. Tausende mussten in Notunterkünfte fliehen und sind akut auf Unterstützung angewiesen.

Bündnis-Mitglieder sind mit ihren lokalen Partnerorganisationen seit vielen Jahren in der Region aktiv und haben gezielte Soforthilfe-Maßnahmen gestartet. Sie versorgen Betroffene mit Nahrungsmittelpaketen bestehend zum Beispiel aus Reis, Hülsenfrüchten und Öl sowie Hygiene-Sets mit Wasserkanistern, Tabletten zur Wasserreinigung und Desinfektionsmittel. Für Familien mit Kindern stehen zusätzlich Milch, Kekse, nährstoffreiche Zusatznahrung und kindgerechte Medikamente zur Verfügung. Um Malaria-Erkrankungen durch Moskitoplagen als Folge der Überschwemmungen entgegen zu wirken, werden Moskitonetze verteilt. Außerdem erhalten die Menschen schon jetzt Saatgut und Anbauhilfen damit sie möglichst schnell wieder ernten und sich selbst versorgen können.

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 162,95 Mio Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,579 (mittel)
Welthungerindex 2016: 27,1 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 19,17 % (sehr hoch)

Exposition: 31,70 % (sehr hoch)

Vulnerabilität: 60,48 % (hoch)

 

Länderprofil Indien

Bevölkerung: 1.324,17 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 3.287,3 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,624 (mittel)
Welthungerindex 2016: 28,5 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 6,64 % (mittel)

Exposition: 11,94 % (mittel)

Vulnerabilität: 55,60 % (hoch)

 

Länderprofil Nepal

Bevölkerung: 28,98 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 147,2 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,558 (mittel)
Welthungerindex 2016: 21,9 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 5,12 % (gering)

Exposition: 9,16 % (sehr gering)

Vulnerabilität: 55,91 % (hoch)

 

Länderprofil Pakistan

Bevölkerung: 193,20 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: : 796,1 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0.550 (mittel)
Welthungerindex 2016: 33,4 (ernst)

WeltRisikoIndex 2016

Risiko: 6,96 % (mittel)

Exposition: 11,36 % (gering)

Vulnerabilität: 61,26 % (hoch)

Hungerkrisen – eine Folge von Gewalt und Dürre

Kinder im Flüchtlingslager Dolo Ado in Äthiopien. Für jüngere Kinder zwischen fünf und elf Jahren organisiert der äthiopische Partner von Brot für die Welt Notschulen, die rund 1.800 Kindern Lernmöglichkeiten und Abwechslung im tristen Flüchtlingsalltag bieten. © Roman Farkas / Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe

Eine stillende Mutter in einem Krankenhaus nahe der Stadt Burao in Somaliland. Kinder und schwangere Frauen leiden am meisten unter der Dürre. Die Kindernothilfe engagiert sich mit Wassertransporten, Nahrungsmittelversorgung und Hygieneschulungen für die Bevölkerung. © Angelika Böhling / Kindernothilfe
Dürre in Somaliland, ein verendetes Schaf in der Nähe der Stadt Borama. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
Die Welthungerhilfe verteilt in Idhanka in Somaliland Frischwasser an die Bevölkerung. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
In Idhanka in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe die Bevölkerung mit der Verteilung von Nahrungsmitteln. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Yemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Seit 2015 und verstärkt durch die Auswirkungen des El-Niño-Phänomens erleben viele Regionen anhaltende Dürreperioden. Infolge dieser und des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.

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Jeremie steht mit seiner Tochter in Grand Anse in Haiti vor den Ruinen eines Hauses, das durch Hurrikan Matthew zerstört wurde. © Lanfranchi / Welthungerhilfe
Bündnis Entwicklung Hilft und Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht laden ein. © Bündnis Entwicklung Hilft

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Unterricht in provisorischer Schule nach dem Erdbeben in Haiti. © Jakob Studnar / Kindernothilfe

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17 hours ago
RT @kindernothilfe: Update #Indien: Wie geht es den #Flutopfern? Und wie helfen wir den Menschen, sich gegen Naturgewalten zu wappnen? http…
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2 days ago
Mittlerweile sind über 400.000 Menschen aus #Myanmar nach Bangladesch geflohen. Dort sorgen die Monsunregenfälle weiter für Überschwemmungen https://t.co/NVcz8keO85
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2 days ago
RT @nothilfe: Eindrücke von der #Nothilfe unseres Partners @AyonNepal für die Betroffenen der #Monsun-Fluten in #Nepal: https://t.co/mkVOEw
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3 days ago
RT @Welthungerhilfe: Nach den heftigen Überschwemmungen in #Indien erhalten schwangere Frauen und junge Mütter #Nahrungsmittel. @WHH_India
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6 days ago
RT @Welthungerhilfe: 1000 Familien in #Indien erhielten nach der #Flut Notunterkünfte und Hygiene-Artikel. Thanks to our partner @GPSVS! ht…
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WeltRisikoBericht 2016

Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen? Welchen Einfluss haben Faktoren wie Regierungsführung, Qualität des öffentlichen Gesundheitssystems, Umweltsituation und Bildungsniveau auf die Gefährdung eines Landes durch Naturkatastrophen?

Der WeltRisikoBericht versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben. Der WeltRisikoBericht enthält den vom Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen erstellten WeltRisikoIndex. Der Index gibt für 171 Länder weltweit das Risiko an, Opfer einer Katastrophe in Folge von extremen Naturereignissen zu werden.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

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