13. Februar 2026

Zyklon „Gezani": Hunderttausende in Madagaskar dringend auf Hilfe angewiesen 

Berlin, 15. Februar 2026 – Der Zyklon „Gezani" und anhaltende Starkregenereignisse setzen Länder im südlichen Afrika weiter unter Druck. Betroffen sind insbesondere Regionen in Madagaskar sowie Teile Mosambiks. In beiden Ländern hatten vorausgegangene Extremwetterereignisse bereits Infrastruktur beschädigt, Lebensgrundlagen beeinträchtigt und die Verwundbarkeit vieler Gemeinden erhöht. Humanitäre Akteure warnen, dass die meteorologische Situation im südwestlichen Indischen Ozean in den kommenden Wochen instabil bleiben kann und weitere schwere Regenfälle möglich sind. Nach Einschätzung von Hilfsorganisationen ist aufgrund meteorologischer Vorhersagen bis Ende März weiterhin mit einer angespannten Lage zu rechnen. 

In Madagaskar hat „Gezani" im Osten des Landes schwere Schäden verursacht, besonders in und um die Hafenstadt Toamasina. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde wurden mindestens 36 Menschen getötet und mehr als 370 verletzt. Zudem wurden nahezu 18.000 Häuser zerstört und über 37.000 beschädigt. Mehr als 250.000 Menschen sind betroffen. Die Regierung hat den nationalen Katastrophenfall ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. 

„Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Viele Menschen leben bereits in sehr fragilen Verhältnissen. Wenn ein Zyklon Häuser zerstört und die Wasser- sowie Gesundheitsversorgung ausfällt, verschärft sich die Lage schnell", sagt Dr. Ilona Auer Frege, Geschäftsführerin von Bündnis Entwicklung Hilft. „Jetzt braucht es zügige Unterstützung. Priorität haben sicherer Schutz, sauberes Trinkwasser, Hygiene und medizinische Hilfe. Gleichzeitig sollte die Unterstützung so gestaltet sein, dass lokale Strukturen gestärkt werden." 

In Mosambik haben Starkregen und Hochwasser in mehreren Provinzen bereits Ernten vernichtet, Häuser zerstört und viele Familien zur Flucht gezwungen. In betroffenen Gebieten fehlt es an sauberem Trinkwasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Behörden und Hilfsorganisationen warnen vor einem steigenden Krankheitsrisiko, insbesondere dort, wo Wasser- und Hygienesysteme beeinträchtigt sind. 

In Madagaskar sind zentrale Versorgungswege beeinträchtigt. Schäden an Straßen und Gebäuden erschweren den Zugang zu Gemeinden und behindern die Verteilung von Hilfsgütern. Besonders kritisch ist die Situation dort, wo Menschen keinen sicheren Schutz haben und kein sauberes Wasser verfügbar ist. Bündnis Entwicklung Hilft betont, dass Hilfe schnell wirken muss und zugleich an bestehenden lokalen Strukturen anknüpfen sollte. Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen ist entscheidend, damit Unterstützung bedarfsgerecht ankommt und der Wiederaufbau langfristig trägt. 

Was jetzt dringend benötigt wird 

  • Notunterkünfte, Planen und Basisausstattung für Haushalte 
  • Sauberes Trinkwasser, Wasseraufbereitung und Hygieneartikel (WASH) 
  • Nahrungsmittelhilfe und Unterstützung der Grundversorgung 
  • Medizinische Erstversorgung sowie Schutz besonders gefährdeter Gruppen 

Mitgliedsorganisationen vor Ort 

Bündnis Entwicklung Hilft bündelt die Kräfte seiner Mitgliedsorganisationen. Mehrere Bündnisorganisationen sind in Madagaskar und Mosambik aktiv und bereiten erste Unterstützungsmaßnahmen vor. Dazu zählen Brot für die Welt (Madagaskar), Oxfam (Mosambik), MISEREOR (Mosambik und Madagaskar), Plan International Deutschland (Mosambik) und die Welthungerhilfe (Madagaskar). 

 

Ihre Spende für die Nothilfe im südlichen Afrika

Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not e.V.
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