German Doctors im Einsatz für Gesundheit, Schutz und nachhaltige Wasserversorgung
In Somalia sind Millionen von Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Viele von ihnen leben unter prekären Bedingungen in notdürftigen Siedlungen – häufig ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser oder Toiletten. Unsere Mitgliedsorganisation German Doctors verbessert mit lokalen Partnern die Versorgung mit Wasser, Sanitäranlagen und Hygienemaßnahmen.
Unsichere Wasserquellen und fehlende sanitäre Infrastruktur führen regelmäßig zu Cholera-Ausbrüchen und anderen gefährlichen Krankheiten. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und Schwangere. In abgelegenen Regionen wie Belet Xaawo, Ceel Waaq und Cabudwaaq wurden daher Brunnen gebaut, Latrinen errichtet und Aufklärung zur Hygiene durchgeführt. Über 14.000 Menschen profitieren bereits von diesen Maßnahmen. Eine erste Solarpumpe ermöglicht zudem eine umweltfreundliche und kostengünstige Wasserversorgung – ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Hilfe.

Drei Wege, wie das Projekt hilft
Mit gezielten Maßnahmen verbessert German Doctors die Versorgung mit Wasser und sanitären Einrichtungen – nachhaltig, lokal verankert und auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abgestimmt.
Schutz für Frauen und Mädchen
In vielen Siedlungen ist der Gang zur Toilette mit Angst verbunden – vor allem für Frauen und Mädchen. Die fehlende Privatsphäre, schlechte Beleuchtung und weite Wege erhöhen das Risiko sexualisierter Gewalt. Das Projekt berücksichtigt deshalb gezielt geschützte, geschlechtergetrennte Latrinen und bezieht Frauen in Hygienekomitees ein. So wird nicht nur Versorgung, sondern auch Sicherheit und Würde gestärkt.
German Doctors in Somalia | © German Doctors

Somalia – ein Land im Ausnahmezustand
Somalia steckt seit Jahren in einer anhaltenden humanitären Krise. Dürre, Überschwemmungen, Gewalt und fragile staatliche Strukturen haben dazu geführt, dass über 2,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben wurden. Viele leben in überfüllten, informellen Siedlungen – ohne sicheren Zugang zu sauberem Wasser, funktionierenden Toiletten oder medizinischer Versorgung.
Die Folgen sind gravierend: Verunreinigtes Trinkwasser und fehlende Hygiene führen regelmäßig zu Cholera-Ausbrüchen und anderen gefährlichen Erkrankungen – insbesondere Kinder sind betroffen.
Innovation: Solar statt Diesel
In der Gemeinde Ari Cadeys wurde erstmals eine Hybrid-Solarpumpe installiert. Diese ersetzt den teuren Dieselbetrieb und reduziert so die laufenden Kosten deutlich. Die Technik schont Ressourcen, verbessert die Zugänglichkeit und schafft ein skalierbares Modell für weitere Standorte.
Langfristige Resilienz durch lokale Verantwortung
Damit die Hilfe dauerhaft wirkt, wurden Wasser- und Hygienekomitees gegründet und geschult. Diese übernehmen Wartung, Verteilung und Aufklärung in den Gemeinden. Zusätzlich wurden lokale Solartechniker:innen ausgebildet, um die Systeme unabhängig betreiben zu können. Der Wissenstransfer stärkt die Selbstständigkeit und Krisenfestigkeit der Bevölkerung – auch über das Projekt hinaus.
German Doctors in Somalia | © German Doctors

Einblicke aus dem Projekt
© German Doctors
Finanzierung
Das Projekt wurde durch Mittel aus der Fluthilfe Ostafrika 2024 sowie aus dem Spendenzweck Nothilfe weltweit mitfinanziert. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen – bedarfsgerecht, kulturell angepasst und wirkungsorientiert.
Ermöglichen Sie weltweite Nothilfe, die wirkt – wie in Somalia
Mit Ihrer Spende helfen Sie Menschen in akuten Krisen weltweit – durch sauberes Wasser, medizinische Versorgung, Schutzmaßnahmen und langfristige Stärkung. Projekte wie in Somalia zeigen: Ihre Unterstützung rettet Leben, fördert Resilienz und schafft Perspektiven.


















