12. November 2025
Taifun Südostasien: So hilft das Bündnis Betroffenen
Binnen weniger Tage haben die verheerenden Taifune Kalmaegi und Fung-Wong Südostasien erschüttert. Besonders auf den Philippinen hinterließen sie eine Spur der Zerstörung: Über 1,4 Millionen Menschen mussten evakuiert werden, ganze Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten, es fehlt an Strom, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. Während viele noch immer vermisst werden, kämpfen Überlebende mit den Folgen von Überschwemmungen, Erdrutschen und dem Verlust ihrer Lebensgrundlage. Jetzt zählt jede Hilfe.

Aufräumarbeiten in der philippinischen Stadtgemeinde Baler | © German Doctors
Brot für die Welt
Gemeinsam mit dem Partner CDRC werden Nothilfemaßnahmen für die kommenden drei Monate vorbereitet, für die bereits 100.000 Euro bereitgestellt wurden.
Die Partnerorganisation CWEARC unterstützt die betroffene Bevölkerung mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Der genaue Einsatzort wird derzeit abgestimmt. In Cebu hilft die Organisation IDEALS rund 1.180 Menschen, die durch Erdbeben und Sturm ihre persönlichen Dokumente verloren haben, und stellt zudem Trinkwasserfilteranlagen zur Verfügung. Der Austausch mit weiteren lokalen Partnern läuft, um die Hilfe bedarfsgerecht auszuweiten.
German Doctors
German Doctors leistet gemeinsam mit ihrer langjährigen Partnerorganisation, dem Citizens’ Disaster Response Center (CDRC) umfassende Nothilfe auf den Philippinen. Nach dem verheerenden Taifun Kalmaegi plant CDRC die Verteilung von Lebensmittelpaketen an 450 betroffene Familien in Talisay (Cebu). Bereits zuvor wurden nach einem Erdbeben auf Nord-Cebu 600 Familien in Medellin und Daanbantayan mit Nahrungsmitteln versorgt und psychosoziale Soforthilfe geleistet.
Auch nach dem Taifun Nando konnten 291 Familien in Apayao und Cagayan mit Lebensmitteln und Baumaterialien unterstützt werden. Aktuell stehen die medizinischen Rolling Clinic Teams von German Doctors in engem Austausch mit den Einsatzkräften vor Ort – insbesondere in den vom jüngsten Taifun Fung-Wong (Uwan) betroffenen Regionen Mindoro und Apayao. Die Lage wird fortlaufend evaluiert, um weitere Hilfe gezielt zu leisten.
medico
medicos Partnersorgansation Samahang Operasyon Sagip (SOS) hat gemeinsam mit weiteren Partnern in Luzon die Zerstörungen in verarmten und oft vernachlässigten Gemeinden dokumentiert und mit unmittelbarer Nothilfe begonnen. Ziel ist die Versorgung von mindestens 2.828 betroffenen Familien in Cebu und Catanduanes mit Lebensmitteln, Hygienekits sowie medizinischer und psychosozialer Unterstützung – mit besonderem Fokus auf Frauen und Kinder.
Die Hilfe richtet sich vor allem an Haushalte, die ihre Lebensgrundlagen verloren haben und bislang kaum Unterstützung erhalten haben. Eine detaillierte Liste der betroffenen Familien liegt vor. Politisches Ziel der Kooperation ist die Stärkung selbstorganisierter lokaler Nothilfeaktivitäten eines langjährigen medico-Partners, der sich für das Recht auf Gesundheit und die Zivilgesellschaft einsetzt.
Misereor
Misereor arbeitet eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, um die vom Taifun betroffenen Menschen in den Philippinen schnell und gezielt zu unterstützen. In Zentral-Luzon hat die Partnerorganisation Igorota (IFI) dringenden Bedarf an Notvorräten, Materialien für Notunterkünfte sowie grundlegenden Haushaltsgegenständen gemeldet. Zudem wird Unterstützung beim Wiederaufbau der Lebensgrundlagen benötigt – insbesondere für Familien, die durch die Katastrophe ihre Einkommensquellen verloren haben. Weitere Bedarfserhebungen sind derzeit im Gange, um die Hilfe passgenau ausrichten zu können.
Auch Bicol Consortium for Development Initiatives (BCDI) berichtet von erheblichem Unterstützungsbedarf in den Provinzen Masbate und Catanduanes in der Region Bicol. Konkrete Angaben zu den geplanten Maßnahmen folgen in Kürze durch den Projektträger vor Ort.
Plan International
Plan International unterstützt derzeit über 7.200 Familien in den am stärksten betroffenen Regionen der Philippinen – darunter Cebu, Masbate, Southern Leyte, Samar, Davao Oriental und BARMM. Mehr als 5.100 Haushalte haben bereits lebenswichtige Hilfe erhalten.
Nach Taifun Tino (Kalmaegi) konzentriert sich die Unterstützung auf die Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln sowie die Bereitstellung von Notunterkünften und Materialien für den Wiederaufbau. In Evakuierungszentren stehen psychosoziale Betreuung und Kinderschutz im Vordergrund. Gemeinsam mit lokalen Behörden werden Bedarfsanalysen durchgeführt, um die Hilfe gezielt auszurichten.
Auch nach dem Super-Taifun Uwan (Fung-wong) ist Plan International in Aurora, Catanduanes, Bicol und Samar im Einsatz. Der Fokus liegt hier auf der Wiederherstellung der Wasser- und Sanitärversorgung, dem Schutz besonders gefährdeter Gruppen und der Fortführung der Koordination trotz anhaltender Kommunikationsprobleme.
Zusätzlich reagiert Plan International auf die Erdbeben in Nord-Cebu und Davao Oriental. In Gemeinden wie Bogo, Medellin, Daanbantayan und Manay erhalten betroffene Familien Lebensmittel, Notunterkünfte und psychosoziale Unterstützung. Die Hilfe, die kurzzeitig durch die Taifune unterbrochen war, wurde inzwischen wieder aufgenommen.
Ihre Spende für die Nothilfe in Südostasien
Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not e.V.
IBAN: DE29 100 20 5000 100 20 5000
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft



























