Frauen in Burundi besiegen gemeinsam den Hunger

Von der Not zur Selbstbestimmung

Claudine Hashazinyanges Weg aus der Mangelernährung – wie nachhaltige Hilfe in Burundi wirkt.

Claudine Hashazinyange lebt mit ihrer Familie im Dorf Buburu. Jahrelang kämpfte sie darum, ihre Kinder ausreichend zu ernähren. Vor allem ihre Tochter Linka litt unter Mangelernährung – ein Schicksal, das viele Familien in Burundi teilen.


Doch dann schloss sich Claudine mit anderen Frauen zu einer Spargruppe zusammen – der Beginn einer Veränderung. Mit Unterstützung von Ripple Effect, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, pachteten sie ein Feld, lernten nachhaltige Anbaumethoden und begannen, eigenständig zu wirtschaften.


Heute besitzt Claudine eine eigene Kuh, verkauft ihre Ernte auf dem Markt und sichert so die Zukunft ihrer Familie.

Claudine Hashazinyange (26) bei der Maisernte. | © Kathrin Harms/Brot für die Welt

So wirkt das Projekt

Gemeinsam mit dem lokalen Partner Ripple Effect stärkt Bündnis-Mitglied Brot für die Welt kleinbäuerliche Familien in Burundi – durch Wissen, Praxis und Gemeinschaft. In Schulungen lernen die Teilnehmenden, wie sie ihre Landwirtschaft verbessern können: durch nachhaltigen Anbau, Bodenschutz und klugen Fruchtwechsel. Ein zentraler Baustein sind die Spargruppen, in denen Frauen gemeinsam sparen, sich gegenseitig Kredite vergeben und wichtige Investitionen finanzieren. Die steigenden Erträge ermöglichen es ihnen, Überschüsse zu erwirtschaften – sei es durch den Verkauf auf lokalen Märkten oder durch Investitionen in Nutztiere wie Ziegen oder Kühe. Was wie ein kleiner Schritt wirkt, kann das Leben einer ganzen Familie verändern: Eine einzige Kuh oder eine erfolgreiche Ernte genügt oft, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Diese Kombination aus landwirtschaftlichem Know-how, gemeinschaftlicher Selbsthilfe und wirtschaftlicher Stärkung zeigt, wie nachhaltige Entwicklung funktionieren kann – nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern als dauerhafte Veränderung.

Landwirtschaft verbessern

Schulungen zu nachhaltigem Anbau, Bodenschutz und Fruchtwechsel.

Spargruppen aufbauen

Frauen sparen gemeinsam, vergeben Kredite und finanzieren Investitionen.

Einkommen sichern

Überschüsse ermöglichen den Kauf von Ziegen, Kühen oder Verkäufe auf dem Markt.

Ein eigenes Tier oder eine erfolgreiche Ernte kann das Leben einer ganzen Familie verändern.

Wissen stärken – Rollen verändern

Das Besondere: Die Frauen beraten sich in Spargruppen, planen Investitionen und gewinnen so Vertrauen in ihre Handlungsfähigkeit. Auf lokalen Märkten verkaufen sie heute selbst angebautes Gemüse, Futtergras oder Ziegenmilch. Sie gestalten ihre Leben selbstbestimmt.

Diese gemeinschaftlichen Strukturen sind der Schlüssel. Was im Kleinen beginnt, wirkt langfristig in die ganze Gemeinde.

Burundi: Ein Land mit großen Herausforderungen

Burundi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die meisten Menschen leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft – oft ohne gesicherte Einkommen oder ausreichende Erträge. Der Klimawandel verschärft die Not: Ernten fallen aus, Preise steigen, vor allem Kinder leiden. 

Genau hier setzt das Projekt an: Es bekämpft nicht nur Symptome, sondern Ursachen von Hunger und Armut.

Nothilfe allein reicht nicht – es braucht langfristige Perspektiven

Ostafrika ist von Dürren, Überschwemmungen und politischer Instabilität geprägt. Nothilfe rettet Leben – doch erst nachhaltige Projekte schaffen Resilienz.

Deshalb kombiniert Brot für die Welt akute Hilfe mit langfristiger Begleitung vor Ort – Hand in Hand mit lokalen Organisationen wie Ripple Effect. 

Gemeinsam gegen den Hunger – weltweit im Einsatz

Das Projekt in Burundi ist ein Beispiel für das umfassende Engagement unseres Bündnisses im weltweiten Kampf gegen Hunder. Unsere Mitgliedsorganisationen setzen sich auf verschiedenen Ebenen ein: Sie arbeiten daran, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, existenzielle Lebensgrundlagen zu stärken und betroffene Gemeinschaften widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu machen. Diese ganzheitliche Herangehensweise zeigt sich in der Vielfalt unserer Maßnahmen – von aktuer Nahrungsmittelhilfe über agrarökologische Schulungen bis hin zu langfristigen Entwicklungsprogrammen mit lokalen Partnerorganisationen. Im folgenden Slider erhalten Sie einen Einblick, wie vielfältig und wirkungsvoll unsere Bündnismitglieder weltweit gegen Hunger vorgehen.

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Unterstützen Sie unsere Mitgliedsorganisationen

Das Projekt in Burundi zeigt: Wenn wir Hilfe langfristig denken und lokal ansetzen, können wir das Leben vieler Menschen verändern. 

Mit Ihrem Interesse und Engagement tragen Sie dazu bei, dass Familien wie Claudines gestärkt aus Krisen hervorgehen – und ihre Zukunft selbst gestalten. 

Ihre Spende für Hungerkrisen