Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungerkatastrophe im Jemen, in Nigeria, in Somalia und im Südsudan. Für Teile des Südsudans haben sie bereits einen Hunger-Notstand ausgerufen. Es ist seit sechs Jahren das erste Mal, dass die Vereinten Nationen wieder zu dieser Maßnahme greifen. Nach Schätzungen von UN-Behörden droht allein im Südsudan 100.000 Menschen der Hungertod. Weitere eine Millionen Menschen sind dort akut gefährdet.

Auch im Nordosten Nigerias, dem Jemen und am Horn von Afrika sind Millionen Menschen betroffen. In Äthiopien, Kenia und Somalia leiden über 11 Millionen Menschen unter den Folgen einer wiederholt schweren Dürre. Hunderttausende Kinder leiden an Mangelernährung. Nach der Dürre in Folge von El Nino in 2015 und 2016 ist es das zweite Jahr in Folge mit zu wenig Regen. Die Ernten sind ausgefallen, das Weideland für die Tiere ist verödet, Felder sind verdorrt und es fehlt an Saatgut für den Anbau. Tausende Nutztiere, vor allem Kühe, sind bereits verendet oder stark abgemagert. Für viele Menschen ist damit ihre Lebensgrundlage in akuter Gefahr. Nun hoffen die Menschen auf die nächste Regenzeit ab April.

Um die Menschen zu unterstützen, sind die Bündnis-Organisationen und ihre Partnerorganisationen seit Jahren in den betroffenen Regionen tätig. Langfristige Projekte der Bündnis-Organisationen tragen dazu bei, die Gemeinden widerstandsfähiger und unabhängiger von den Dürreperioden werden zu lassen. In Ergänzung zur Schaffung von alternativen Einkommensquellen gibt es Schulungen zu Anbaumethoden, Futter und Viehhaltung. Mit gezielten Projekten wird der Zugang zu und das Management von Wasser und Sanitäranlagen verbessert. Mit neuen Bewässerungsmaßnahmen sollen die Ernten stabilisiert werden.

Ergänzend zur längerfristigen Hilfe stehen nun die Soforthilfemaßnahmen für die betroffenen Menschen im Vordergrund. Die Bündnis-Organisationen und ihre Partner versorgen die Menschen mit Lebensmitteln und Wasser und verteilen Ergänzungsnahrung für Säuglinge und Kleinkinder. Außerdem wird Futter für vom Hungertod bedrohte Nutztiere zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Krankenhäuser unterstützt und Schulspeisungen gefördert.

Helfen Sie dort, wo die Not am größten ist!

Für die oben geschilderte Katastrophe nehmen wir derzeit keine zweckgebundenen Spenden mehr an. Doch weltweit geraten Menschen durch Krisen, extreme Naturereignisse und humanitäre Notlagen in existenzielle Not.

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