Nach dem verheerenden Hurrikan „Matthew“ in Haiti haben die Mitgliedsorganisationen von Bündnis Entwicklung Hilft zusammen mit ihren lokalen Partnern mit den Hilfsmaßnahmen begonnen.

Berlin, 11. Oktober 2016 – Zunächst steht weiterhin die Soforthilfe für die Betroffenen im Mittelpunkt. Zusammen mit ihren Partnerorganisationen vor Ort haben die Mitgliedsorganisationen die Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern wie Lebensmittel, sauberem Trinkwasser und Hygieneartikel begonnen. In Notunterkünften werden die Menschen mit Nahrungsmitteln und warmen Mahlzeiten versorgt. In mehreren Städten im Süden und Nordwesten hat die Welthungerhilfe außerdem Decken, Moskito-Netze, Matratzen, Hygiene-Sets mit Tabletten zur Wasseraufbereitung, Seife und Werkzeuge an die Betroffenen verteilt. Um dem drohenden Cholera-Ausbruch entgegenzuwirken, bereiten Partner von terre des hommes Hygiene- und Sanitärmaßnahmen vor.

Für das Wohl der Kinder, die in Katastrophen besonders gefährdet sind, ist neben altersgerechter Nahrung nun eine sichere Anlaufstelle lebenswichtig. Die Kindernothilfe unterstützt daher die Kinderschutzzentren ihrer lokalen Partnerorganisationen. Hier bieten Sozialarbeiter und bei Bedarf Psychotherapeutinnen Jungen und Mädchen ihre Beratung. Darüber hinaus ist es zentral, dass der Unterricht bald wieder aufgenommen wird, um das Lernen fortzusetzen und den Kindern in ihrem Leben wieder eine Struktur zu geben.

Parallel zu der Soforthilfe beginnen nun die Aufräumarbeiten. Überschwemmte Straßen und Brücken müssen wieder passierbar gemacht und zerstörte Häuser aufgebaut werden. Die Christoffel-Blindenmission plant Maßnahmen, um die Menschen in Haiti beim Aufbau ihrer Häuser und ihrer Existenz zu unterstützen. Familien sollen zum Beispiel neue Schaufeln, Hacken und Saatgut für die Bewirtschaftung ihrer Felder, sowie Kühe, Ziegen, Ferkel oder Hühner erhalten. Um die Bevölkerung gegen zukünftige Wirbelstürme besser zu schützen und die Schäden zu verringern, unterstützt Misereor Maßnahmen für eine stabilere Bauweise von Häusern und ein professionelles Wassermanagement.

Nach und nach zeichnen sich die Schäden durch Hurrikan „Matthew“ in Haiti ab. Aber viele betroffene Gebiete sind noch nicht vollständig zugänglich und die Kommunikation ist nicht in alle Landesteile hinein möglich. Bisher wurden 370 Tote offiziell bestätigt. In den besonders betroffenen Gebieten der Karibikinsel, etwa rund um die Stadt Jéremié, sind 90 Prozent der Häuser zerstört oder stark beschädigt und 80 Prozent der Ernte vernichtet. Überschwemmungen und Hochwasser der Flüsse führen zur Trinkwasserverschmutzung. Eine große Gefahr liegt daher nun sowohl in einer drohenden Ernährungskrise, als auch eines erneuten Cholera-Ausbruchs.

Helfen Sie dort, wo die Not am größten ist!

Für die oben geschilderte Katastrophe nehmen wir derzeit keine zweckgebundenen Spenden mehr an. Doch weltweit geraten Menschen durch Krisen, extreme Naturereignisse und humanitäre Notlagen in existenzielle Not.

Mit Ihrer Spende für die weltweite Nothilfe ermöglichen Sie es unseren Mitgliedsorganisationen, schnell und gezielt dort zu helfen, wo es am dringendsten benötigt wird. Jede Spende zählt und kann Leben retten!