Kurz- und langfristig: Bündnis-Mitglieder in Südasien

31. August 2017

Freiwillige Katastrophenschutz-Kommittees helfen Dorfbewohnern ihr Vieh vor den Fluten in Sicherheit zu bringen. © CBM / Moni Krishno Roy / CDD

Der Hilfsansatz unserer Mitgliedsorganisationen zeigt Wirkung. Unsere Mitgliedsorganisationen verbinden Nothilfe im Katastrophenfall mit langfristigen Projekten unter anderem zur Katastrophenprävention und Ernährungssicherung. Wie wichtig es ist, dass die Hilfsmaßnahmen ineinander greifen, zeigen aktuell die Überschwemmungen in Bangladesch, Indien und Nepal. Dort haben heftige Monsunregenfälle ganze Landstriche unter Wasser gesetzt und Schlammlawinen ausgelöst. Nach Angaben der Vereinten Nationen verloren dadurch in Indien, Bangladesch und Nepal über 900 Menschen ihr Leben, über 40 Millionen Menschen sind betroffen, Tausende sind auf sofortige Unterstützung angewiesen.

Mit ihren lokalen Partnern haben die Bündnis-Mitglieder in langfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gestärkt, Vorsorgemaßnahmen gegen Katastrophen getroffen und Kapazitäten für die Bewältigung von Schäden durch extreme Naturereignisse ausgebaut. Gemeinsam konnten sie nun bei den Überschwemmungen schnell reagieren und Betroffene durch Nothilfemaßnahmen unterstützen.

In Nepal zum Beispiel versorgen die Welthungerhilfe und terre des hommes zusammen mit lokalen Partnern Betroffene mit dringend benötigten Hilfsmitteln. Sie verteilen Nahrungsmittelpakete mit Reis, Hülsenfrüchten, Weizenmehl, Kartoffeln, Zwiebeln und Öl sowie Hygiene-Sets mit Wasserkanistern, Wasserreinigungs-Tabletten, Moskitonetzen und Seife an besonders betroffene Menschen. In den Distrikten Morang und Sunsari kümmert sich die von Misereor unterstützte Jugendorganisation NYRC um Notbehausungen, eine Gemeinschaftsküche, Hygieneartikel und sanitäre Anlagen für von der Flut betroffene Haushalte.

Im indischen Bundesstaat Bihar versorgt der lokale Partner der Kindernothilfe insbesondere Haushalte mit Kindern mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten. Für Kinder unter sechs Jahren gibt es zusätzlich Milch, Kekse, nährstoffreiche Zusatznahrung und kindgerechte Medikamente. Außerdem arbeiten die Kindernothilfe und ihre lokalen Partnerorganisationen seit Jahren erfolgreich in Kinderzentren. In speziell geschaffenen Räumen bekommen Kinder Schutz, Essen, Unterricht, Spielmöglichkeiten und medizinische sowie psychologische Betreuung.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) verbindet in Bangladesch Nothilfemaßnahmen für Menschen mit Behinderungen mit langfristigen Maßnahmen. Sie gibt Geldzahlungen an Haushalte mit Menschen mit Behinderungen für dringend benötigte Güter und verteilt Hilfsmittel wie Gehhilfen. Im Einsatz sind außerdem die Ward Disaster Management Committees (WDMC). Die von der CBM in Gemeinden aufgebauten Teams sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderungen bei Nothilfeaktionen berücksichtigt werden und führen lokale Katastrophenvorsorgemaßnahmen durch. Zum Beispiel erstellen sie Listen der Wohnorte behinderter und alter Menschen sowie schwangerer Frauen und bilden Rettungsteams, die regelmäßig üben, Menschen mit besonderen Bedarfen zu evakuieren.

 

Mehr Informationen:

Christoffel-Blindenmission: Katastrophenvorsorge für alle. Behinderte Menschen einbeziehen und Leben retten
Kindernothilfe: Indien: Hilfe für Kinder nach verheerendem Monsunregen
Misereor: Misereor hilft Flutopfern in Indien, Nepal, Bangladesch und Pakistan
terre des hommes: Überschwemmungen und Erdrutsche in Nepal
Welthungerhilfe: Überschwemmungen in Südasien