Rohingya

Hilfe in den Aufnahmecamps

Eine Gruppe von Rohingya läuft mit Gepäck nehmen einem kleinen Fluss entlang
Rohingya haben die Grenze nach Bangladesch erreicht. In Bangladesch suchen sie Schutz vor Gewalt und Unterdrückung in ihrem Heimatland Myanmar. © D. Pilar/ Welthungerhilfe
Provisorische Hütten der Rohingya im Süden von Bangladesch
Im Süden von Bangladesch in der Region Cox's Bazar sind einfache Notunterkünfte für die geflüchteten Rohingya errichtet worden. © Kindernothilfe
Geflüchtete Rohingya stehen in einer Warteschlange für die Ausgabe von Hilfsgüter in einem Aufnahmecamp in Bangladesch
Bedürftige stellen sich für Hilfsgüter im Aufnahmecamp in Leda an. Sie erhalten Hilfsgüter wie Trinkwasser, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. © Welthungerhilfe
Eine Gruppe von Kindern sitzt an einem großen Tisch und isst
Kinder bekommen in Kinderschutzzentren eine warme Mahlzeit. © Kindernothilfe
Mehrere Männer stehen vor einem Baugerüst aus Bamus im Schlamm
Die Unterkünfte reichen nicht aus. Im Schlamm bauen Männer Behausungen aus Bambus und Plastikplanen für neu ankommende Flüchtlinge. © CDD/CBM
Arzt untersucht kleines Kind auf dem Arm seiner Mutter in einer provisorischen Gesundheitsstation
In kleinen Gesundsheitsstationen von NGOs erhalten die Menschen eine medizinische Grundversorgung und Medikamente. © CDD/CBM

Seit Ende August 2017 mussten mehr als 690.000 Menschen der Minderheit Rohingya vor massiver Gewalt und Menschenrechtsverletzungen aus ihrem Heimatland Myanmar fliehen. Sie verharren nun in überfüllten Aufnahmecamps in der Region Cox’s Bazar im Süden von Bangladesch. Die humanitäre Lage in den Camps ist dramatisch. Es fehlt an sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, die Menschen leiden an Hunger und leben in notdürftigen Unterkünften aus Bambus und Planen. Zwar sind Nothilfeorganisationen vor Ort, jedoch gibt es zu wenig Platz und Kapazitäten, um alle Menschen in den Camps angemessen zu versorgen. Dazu kommt, dass im Sommer und Herbst in Bangladesch Regenzeit ist. In dieser Zeit steigt die Gefahr für Überschwemmungen und Erdrutsche durch heftige Regenfälle und tropische Wirbelstürme. In den provisorischen Behausungen sind die Menschen diesen extremen Naturereignissen besonders ausgesetzt.

Nach Schätzungen der UN befanden sich Mitte 2017 bereits rund 210.000 Rohingya in Bangladesch. Die Ersten flüchteten in den 1970ern, weitere Menschen folgten in den Jahren 1992 und 2012. Bangladesch ist jedoch überfordert mit der Versorgung der geflüchteten Rohingya. Das am dichtesten besiedelte Land der Welt zählt zu einem der ärmsten Länder Südasiens, ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze und 16 Prozent der Menschen sind unterernährt. Das Risiko, dass aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird, ist laut WeltRisikoIndex, sehr hoch.

Eine Lösung ist vorerst nicht in Sicht: Ende November 2017 haben Myanmar und Bangladesch ein Abkommen zur Rückführung der Rohingya in ihre Heimat getroffen. Dieser Prozess verzögert sich jedoch immer wieder, da die Bedingungen für eine sichere Rückkehr nach Myanmar nicht geschaffen sind. Viele Betroffene fürchten sich vor einer Rückkehr.

Unsere Bündnismitglieder und ihre lokalen Partnerorganisationen leisten Soforthilfe in den Aufnahmecamps und treffen Vorsorgemaßnahmen für die Monsunzeit. Sie verteilen Nahrungsmittel wie Reis, Linsen, Öl und Salz, sauberes Trinkwasser, Koch- und Essgeschirr, Plastikplanen, sowie Hygieneartikel. Darüber hinaus haben sie Wasserstellen, mobile Toiletten und Duschen aufgebaut. Um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen, organisieren die Bündnismitglieder und ihre lokalen Partner Hygiene-Schulungen. In neu errichteten Gesundheitszentren werden kranke und verletzte Rohingya medizinisch versorgt und erhalten bei Bedarf psychosoziale Beratung. Besonders wichtig ist außerdem die Versorgung der vielen Kinder und Jugendlichen in den Aufnahmecamps. Die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partner verteilen Mahlzeiten, helfen bei der Suche nach Familienangehörigen, schaffen Bildungs- und Freizeitangebote und bieten Schutz und psychologische Betreuung an.

Um die Menschen in den Camps besser vor Erdrutschen während der Monsun- und Zyklonzeit zu schützen, werden Behausungen und Wege befestigt. Darüber hinaus werden Sandsäcke bereitgestellt, um Überschwemmungen entgegenzuwirken. Durch verunreinigtes Wasser kommt es in Folge von Überschwemmungen schneller zur Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera. Dagegen werden neue Latrinen mit genug Tiefe gebaut, um zu verhindern, dass diese überlaufen und sich Krankheiten ausbreiten. Im Falle von Überschwemmungen oder Erdrutschen sind Notverteilungen von Kannen, Desinfektions- und Hygienepaketen, Wasserreinigungstabletten, Seilen und Planen vorbereitet. Außerdem wird eine mobile Klinik für Hausbesuche eingerichtet und der Einsatz eines barrierefreien solarbetriebenen Rettungsbootes gefördert. Für Menschen, die sich vor Überflutungen nicht selbst in Sicherheit bringen können, steht Unterstützung bereit.

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 156,26 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

WeltRisikoIndex 2018

 Risiko: 17,38 % (sehr hoch)
 Exposition: 29,95 % (sehr hoch)
 Vulnerabilität: 58,03 % (hoch)

Länderprofil Myanmar

Bevölkerung: 56,87 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 676,5 Tsd. km²

WeltRisikoIndex 2018

 Risiko: 9,06 % (hoch)
 Exposition: 14,87 % (hoch)
 Vulnerabilität: 60,95 % (hoch)

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Hungerkrisen

Hilfe für die Dürreopfer: Überleben retten, Zukunft sichern

Mehrere bunt bekleidete Frauen stehen vor eine Hütte in einer dürren Umgebung
Dürre in der Region Awdal in Somaliland. © T. Rommel/ Welthungerhilfe
Wasser wird in einer Art Becken gelassen, im Hintergund stehen mehrere Menschen mit Kanistern
Der medico-Partner NAPAD organisiert Wassertransporte in die Dürre-Regionen in der Region Gedo in Somalia © A. Hersi / NAPAD
Eine Gruppe von Menschen steht in einer Warteschlange, vor Kanistern, Decken und Töpfen, die an die Wartenden verteilt werden.
Verteilung von Kanistern, Decken, Töpfen in einem Camp für Binnenflüchtlinge in Äthiopien. © T. Rommel/ Welthungerhilfe
Zwei Hände halten Erbsen, die vom Boden aufgesammelt wurden.
Zwei Jungen sammeln übrig gebliebene Erbsen nach der Lebensmittelverteilung im Südsudan. © S. Glinski/ Welthungerhilfe
Mehrere Kinder und Erwachsene stehen vor einem Brunnen mit Kanistern
In den Dürregebieten in Äthopien wird die Bohrung von Brunnen unterstützt, um die Wasserversorgung in den Dörfern längerfristig zu verbessern © G. Ehrler / Misereor
Vier Frauen arbeiten in einem Garten
Anwohnerinnen bei der Gartenarbeit im Zvidozvevanhu-Garten im Shurugwi-Distrikt in Simbabwe. © M. Zimjr/ terres des hommes

Die Lage

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Jemen leiden weiterhin Millionen Menschen akut unter Hunger. Aufgrund von Dürre und chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Ernteerträge gehen drastisch zurück und Nutztiere verenden. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge. Die wiederholt starken Dürreperioden lassen den Menschen kaum Möglichkeiten sich zu erholen, Viehzucht und Landwirtschaft langfristig wiederaufzubauen und gegen kommende extreme Naturereignisse zu schützen. Darüber hinaus führt der Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion zu steigenden Nahrungsmittelpreisen. Insbesondere einkommensschwache Familien können sich nicht mehr ausreichend ernähren.

In Somalia, dem Südsudan, Nigeria, Niger und dem Jemen leiden die Menschen außerdem unter anhaltenden gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Konfliktparteien. Staatliche Versorgungsstrukturen in den Ländern sind stark eingeschränkt oder komplett zerstört. Menschen müssen ihre Heimat verlassen, auf Suche nach Nahrung und Wasser und auf der Flucht vor Gewalt und Terror.

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Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Niger, Nigeria und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier und stärken mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.

  • In Äthiopien unterstützt Misereor die Verteilung von Nahrungsmitteln und Schulspeisungen. Familien erhalten Futtermittel für ihr vom Hunger bedrohtes Vieh. Darüber hinaus wird nachhaltig die Wasserversorgung mit dem Bau von Regenrückhaltebecken, Brunnen und Bewässerungssystemen verbessert. Für die Brunnen, die im Süden Äthiopiens gebaut wurden, werden ausschließlich solarbetriebene Pumpen eingesetzt.
  • Im Jemen verteilt die DAHW Lebensmittelrationen an Binnenvertriebene. Um der Cholera entgegenzuwirken und die Versorgung mit sauberem Wasser zu verbessern, werden verunreinigte und verstopfte Abwassertunnel gereinigt und wiedereröffnet. Außerdem werden Mülldeponien gesäubert und an Straßenrändern Müll eingesammelt.
  • In Kenia an der Grenze zu Somalia stellt medico international finanzielle Mittel für die Verteilung von Hilfsgütern in Regionen bereit, in denen bisher keine staatliche Hilfe angekommen ist. Zudem unterstützt medico die Arbeit zur Verankerung des Menschenrechts auf Nahrung für alle Bürger*innen in der neuen kenianischen Verfassung.
  • Im Niger unterstützt die Welthungerhilfe Familien, die Flüchtlinge aufnehmen und versorgt Mütter von Säuglingen und Kleinkindern mit Nahrungsmittel. Außerdem fördert sie die Wiedergewinnung degradierter Flächen und den Aufbau von Gemeinschaftsfeldern durch „Cash for Work“-Maßnahmen mit fairer Bezahlung und Verteilung von landwirtschaftlichen Geräten, Saatgut und Dünger.
  • In Nigeria verteilt die Christoffel-Blindenmission in Flüchtlingslagern Wasser, Nahrungsmittel und Hilfsgütern, bietet psychosoziale Beratung an und unterstützt die medizinische Versorgung bei Augen- und Tropenkrankheiten. Zusätzlich wurde der Bau von Latrinen und Duschen unter Beachtung der besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung gefördert. Außerdem erhalten Menschen in den Camps Unterstützung bei der Rückkehr in ihre Heimatgemeinden und beim Wiederaufbau landwirtschaftlicher Existenzgrundlagen.
  • In Somalia in der Provinz Galmuduq finanziert Brot für die Welt die Verteilung von Gutscheinen, die Familien gegen Wasser einlösen können. Außerdem werden in den Gemeinden Tiefbrunnen und Flachbrunnen ausgebessert oder neu gebaut. Durch „Cash for work“-Maßnahmen sind die Einwohner die Bauarbeiten an den Brunnen eingebunden und erhalten ein Einkommen, das ihr Überleben und das ihrer Viehbestände sichert.
  • In Somaliland, das sich von Somalia unabhängig erklärt hat, finanziert die Kindernothilfe frisches Trinkwasser und den Transport in Dörfer im Hinterland. Insbesondere Familien mit Schulkindern Datteln, Haferflocken, Öl Reis, Mehl und Zucker. Zusätzlich werden in Grundschulen in Hargeisa und im Umland von Burao Schulspeisungsprogramme bezuschusst.
  • Im Südsudan in der Region Yei City unterstützt terre des hommes die Versorgung von Schulkindern mit einer ausgewogenen Mahlzeit pro Tag. An 20 Schulen werden dafür Küchen installiert, in denen Eltern und Freiwillige die Speisen zubereiten und so zur Ernährung ihrer Kinder unmittelbar beitragen. Darüber hinaus erhalten Bauer und Bäuerinnen neben Saatgut und landwirtschaftlichem Werkzeug auch Basistraining zu Anbau und Ernte von Gemüse und Getreide.

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Syrien / Irak

Mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung hat Flucht und Vertreibung erlebt

Eine Gruppe von vier Frauen und einem kleinen Jungen sitzt in einer Siedlund aus Hausrohbauten
Eine Gruppe jesidischer Flüchtlinge sitzt innerhalb einer Siedlung von Hausrohbauten im Nordirak © Imke Lass/ Welthungerhilfe
Ein Mann trägt zwei Matratzen über dem Kopf, neben ihm ein kleiner Junge, der Boden ist von Schnee bedeckt
In der Provinz Aleppo werden Hilfsgüter an die Flüchtlinge verteilt. Die Flüchtlinge erhalten Pakete mit Nahrungsmitteln und im Winter Matratzen und Decken gegen die Kälte. © Welthungerhilfe
Im Flüchtlingslager Bajed Kandala Camp haben Menschen Schutz vor den Kämpfen in ihrer Heimat Irak gefunden. © R. Dickerhoff/ Welthungerhilfe
Eine jesidische Familie steht vor einer provisorischen Behausung
Die jesidische Familie ist aus Sindjar-Stadt über den Berg geflüchtet und lebt nun nahe Sheferdin in ärmlichen Verhältnissen in einer provisorischen Behausung am Fusse des Sinjaar-Gebirges ©Kathrin Harms/ Misereor

Die Lage in Syrien und Irak bleibt für die Bevölkerung dramatisch. Millionen Menschen sind von der kriegerischen Gewalt zwischen Regierungstruppen, dem Islamischen Staat und weiteren bewaffneten Gruppen und Zerstörung betroffen und brauchen humanitäre Hilfe.

Allein in Syrien sind bis Ende 2016 5,5 Millionen Menschen in die umliegenden Länder oder weiter geflohen, über 6,3 Millionen weitere Menschen suchen im eigenen Land Schutz. Damit hat über die Hälfte der syrischen Bevölkerung heute Vertreibung und Flucht erlebt. Laut UN-Angaben sind zu Beginn des siebten Jahres des gewaltsamen Bürgerkrieges 13,5 Millionen Syrer und Syrerinnen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Über die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Eine politische Lösung ist in Syrien bisher nicht in Sicht. Die Kriegsparteien liefern sich weiterhin gewaltsame Auseinandersetzungen und missachten das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte. Immer wieder geraten Zivilisten zwischen die Fronten. Sie leiden unter der Gewalt, Zerstörung, der Unsicherheit, der fehlenden medizinischen Versorgung, dem häufigem Ausfall der Strom- und Wasserversorgung, Einschränkungen im öffentlichen Leben, Arbeitslosigkeit und ständig steigenden Preisen. Darüber hinaus steigern die häufige Verweigerung und Verzögerung von humanitären Hilfslieferungen und dringend nötigen Evakuierungen von gesundheitlichen Notfällen das Leid der Betroffenen und führen zu zivilen Todesfällen.

Auch im Irak ist die Lage besorgniserregend. Ende 2016 waren laut Schätzungen der UN über 3 Millionen Menschen innerhalb des Iraks auf der Flucht, über 1,2 Millionen leben in provisorischen Zeltunterkünften. 11 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Besonders in der Gegend um Mossul ist die Situation und humanitäre Versorgungslage der zurückgebliebenen Bevölkerung seit dem Beginn der militärischen Operationen im Oktober 2016 kritisch. Hundertausende sind nach Angaben der irakischen Regierung vor der Gewalt geflohen, mehrere tausend wurden aufgrund von traumatischen Erlebnissen in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Darüber hinaus sind über 200.000 Syrer und Syrerinnen in den Irak geflohen und leben überwiegend in Flüchtlingscamps in den kurdischen Gebieten im Westen des Iraks.

Der Großteil der Menschen aus Syrien und dem Irak, die außerhalb ihrer Heimatländer Schutz suchen, flieht in die Nachbarländer Jordanien, Libanon und Türkei. Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen stoßen diese Länder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Allein die Türkei hat bis Ende 2016 2,9 Millionen Flüchtlinge aufgenommen.

Um die akute Notsituation der Flüchtlinge zu lindern sind die Bündnis-Mitglieder in Syrien, im Irak und den Nachbarländern aktiv und leisten wichtige Beiträge zur Grundversorgung. In den Aufnahmeländern achten die Partnerorganisationen darauf, auch arme und benachteiligte Bevölkerungsschichten des Landes in die Maßnahmen einzubeziehen, um Konflikte zu verhindern und die Akzeptanz untereinander zu stärken. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen geben sie Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in der Region existenzielle Hilfsmittel wie Nahrungsmittel-Pakete, Wasser, Kanister und Hygienesets aus. In den kalten Jahreszeiten verteilen die Bündnis-Mitglieder zudem warme Kleidung, Decken, Brennstoff und Heizgeräte. In einigen Orten, an denen Güter auf dem lokalen Markt weiterhin verfügbar sind, werden außerdem Gutscheine für Lebensmittel verteilt.

Neben der Versorgung mit Hilfsgütern des täglichen Bedarfs unterstützen die Bündnis-Mitglieder Gesundheitseinrichtungen in Syrien und den Nachbarländer. Die oft nur provisorisch errichteten Einrichtungen erhalten zum Beispiel finanzielle Zuschüsse, Medikamente, einfache medizinische Geräte und Betten für die Versorgung der Kranken und Verwundeten. Dabei werden die besonderen Bedürfnisse von Neugeborenen ebenso berücksichtig wie von geflüchteten Menschen mit Behinderungen. Da viele Menschen, vor allem Kinder, extreme Belastungen durchlebt haben und traumatisiert sind, legen die Bündnis-Mitglieder und ihre Partner außerdem großen Wert auf psychosoziale Betreuung- und Beratungsangebote. Sie finanzieren dabei psychosoziale Freizeit- und Lernangebote für Kinder, Beratungsangebote für Frauen in Gemeindezentren ebenso wie individuelle Traumatherapien bei psychologisch geschultem Fachpersonal.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Projektarbeit ist die Bildungsarbeit. Die geförderten Maßnahmen reichen von der Bezahlung von Schulgeld, Schuluniformen und Unterrichtsmaterialien über die Förderung der Einrichtung von provisorischen Schulen bis hin zur Finanzierung und Organisation von informellen Bildungsangeboten in Flüchtlingscamps. Ziel ist insbesondere Kindern und Jugendlichen neben den schulische Fähigkeiten auch grundlegende Lebenskompetenzen zu vermitteln und ihnen einen Raum zu schaffen, in dem sie ihre Erlebnisse verarbeiten können. Die Kinder sollen soweit möglich auf eine Integration in das öffentliche Schulsystem vorbereitet werden. Alle Aktivitäten werden von lokalem Fachpersonal durchführt, das in den Bereichen Kinderschutz, Kinderrechte und psychosoziale Betreuung ausgebildet wurde. Für Erwachsene unterstützen die Bündnis-Mitglieder weiterbildende Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen. Sie können zum Beispiel Internet- und Computer-Trainings, Englisch- und Literaturkurse oder Workshops zu Hygiene und Frauenrechten teilnehmen.

Länderprofil Syrien

Bevölkerung: 17,31 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 185,2 Tsd. km²

WeltRisikoIndex 2018

 Risiko: 5,53 % (mittel)
 Exposition: 9,98 % (gering)
 Vulnerabilität: 55,39 % (hoch)

Länderprofil Irak

Bevölkerung: 39,27 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 435,1 Tsd km²

WeltRisikoIndex 2018

 Risiko: 4,93 % (gering)
 Exposition: 8,72 % (sehr gering)
 Vulnerabilität: 56,55 % (hoch)

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Gespräch mit Pater Firas Lufti aus Aleppo: „Ich verurteile niemanden“

Multi-Media-Reportage: Vier Jahre Krieg, vier Jahre Flucht – Der syrische Bürgerkrieg und die Vertreibung im Irak

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Erdbeben Nepal

Nepal: Zwei Jahre nach dem Beben

Drei Männer tragen Baumaterialien, im Hintergrund sieht man zerstörte Häuser
Aufbau eines Notversorgungs-Camp für Erdbebenopfer mit Behinderungen in Sipaghat in der Region Sindhupalchowk. Sindhupalchowk war der Distrikt mit der höchsten Anzahl von Todesopfern durch das Erdbeben. © Christoffel-Blindenmission
Mehrere Frauen sitzen in eine Steingrube und zertrümmern Steine
Nepalesische Frauen zertrümmern Steine für den Bau eines Brunnen. © Brot für die Welt
Mehrere Menschen stehen vor einem Tisch in einer Wartschlange. Auf dem Tisch liegen viele Medikamentenpackungen
Der CBM-Partner 'Hospital and Rehabilitation Centre for Disabled Children' gibt in einem Bergdorf in Sipapokhari Medikamente an Betroffene aus. © Christoffel-Blindenmission
Kinder sitzen auf Schulbänken in einem zerstörten Gebäude und haben Unterricht
Wiederaufnahme des Schulunterricht in einer provisorischen Unterkunft. © Wolff / Welthungerhilfe

Am 25. April 2015 bebte die Erde Nepals mit einer Stärke von 7,9. Das Epizentrum lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Auch in Nordindien, China, Tibet und Bangladesch waren die Erschütterungen zu spüren. Es folgte ein zweites Beben der Stärke 7,2 am 12. Mai 2015. Die Erdbeben trafen die Menschen am Himalaya hart: Über 8.800 Menschen verloren in Folge der Erdbeben ihr Leben, eine halbe Million wurden obdachlos, 70 Prozent der rund 28 Millionen Einwohner Nepals waren direkt betroffen und mehr als acht Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Auch die Infrastruktur wurde massiv beschädigt. Über 500.000 Häuser wurden infolge der Beben komplett zerstört und über eine Millionen Einwohner hatten keinen Zugang mehr zu sauberem Wasser. Ganze Dörfer in den entlegenen Bergregionen waren aufgrund von Erdrutschen und Lawinen auf den ohnehin wenigen Verbindungstraßen von der Versorgung abgeschnitten.

Unsere Bündnis-Mitglieder engagierten sich zum Zeitpunkt des Erdbebens bereits mehrere Jahre und konnten zusammen mit ihren lokalen Partnerorganisationen unmittelbar nach dem Erdbeben Nothilfe leisten. Gemeinsam mit ihren Partner verteilten sie Trinkwasser, Lebensmittel, Hygieneartikel, Zelte an Betroffene, errichteten Notunterkünfte und halfen bei der medizinischen Versorgung von Verletzten. Außerdem wurden Anlaufstellen errichtet, in denen geschultes Fachpersonal die Menschen psychologisch bei Erstbewältigung ihrer erlittenen Traumata begleitete.

Nach den Nothilfemaßnahmen und Aufräumarbeiten standen – und stehen weiterhin – die längerfristige Unterstützung der Menschen beim Wiedereinstieg in ihren Alltag und der Wiederaufbau im Mittelpunkt der Projektaktivitäten. Die Bündnis-Mitglieder verteilten Baumaterial, Werkzeuge sowie Schulmaterialien für Kinder, unterstützen in der Herstellung von indigenem Saatgut und leisteten finanzielle Zuschüsse für die Viehzucht. Außerdem wurden beschädigte Schulen und Gesundheitszentren instandgesetzt und die Wiederherstellung der Wasserversorgung in einigen Gemeinden unterstützt. Zusätzlich organisierten die Mitgliedsorganisationen zahlreiche Schulungen und Trainingsmaßnahmen unter anderem zu ökologischer Landwirtschaft, zur Kleintierhaltung, Vermarktungsmethoden von Produkten, zum Aufbau und Management von Kooperativen und unterstützen berufliche Ausbildungslehrgänge für Männer und insbesondere Frauen im Bereich Handwerk und Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus beraten die Bündnisorganisationen zusammen mit ihren Partnern die nepalesische Regierung zum barrierefreien Wiederaufbau gemäß dem Motto „build back better“ und fördern die Etablierung eines Ausbildungszentrums für erdbebensicheres Bauen.

Auch zwei Jahre später befindet sich Nepal abseits des Interesses der Weltöffentlichkeit nach wie vor im Prozess des Wiederaufbaus. Ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren, wie eine unzureichende Verkehrsinfrastruktur, bürokratische Abläufe und Regelungen, fehlende Arbeitskraft und technisches Knowhow und mangelnde Ressourcen sowie die politische Lage und schwankende Monsunregenfälle, verlangsamen und erschweren den Wiederaufbau. Eine weitere Herausforderung ist im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels die Katastrophenprävention. Um die Schäden durch schwere Erdbeben und zunehmende extremen Naturereignisse zu minimieren gilt es die Katastrophenprävention im Wiederaufbau konsequent mitzudenken und Bewältigungs- und Anpassungskapazitäten des nach wie vor wirtschaftlichen armen Landes zu stärken.

Länderprofil Nepal

Bevölkerung: 29,03 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 147,2 Tsd. km²

WeltRisikoIndex 2018

 Risiko: 5,44 % (gering)
 Exposition: 9,53 % (gering)
 Vulnerabilität: 57,10 % (hoch)

Hilfe für Flüchtlinge

Hilfsmaßnahmen der Bündnis-Mitglieder in Transit- und Aufnahmeländern

Eine junge Frau und ein junger Mann graben mit einer Schippe einen Baum in die Erde
Learn and Earn-Programm im Bereich Ressourcenschutz für syrische Jugendliche im Libanon. © Kindernothilfe
Mehrere Frauen stehen um einen Tisch mit verschiedenen Stoffen herum
Schulungsmaßnahmen für das Schneiderhandwerk in einem Projekt in Nouadhibou in Mauretanien. © Misereor

65,6 Millionen Menschen sind Ende 2016 weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen. Zusätzlich sind im Jahr 2016 24,2 Millionen Menschen innerhalb ihrer Landesgrenzen vor plötzlich eintretenden extremen Naturereignissen wie Stürmen oder Überschwemmungen geflohen. Damit bleibt die Anzahl der Menschen auf der Flucht in 2016 auf einem Rekordhoch. Kinder unter 18 Jahren machen einen Anteil von 51 Prozent aus. Die Menschen fliehen überwiegend innerhalb des eigenen Landes oder in die Nachbarländer der Krisenregionen, nur verhältnismäßig wenige suchen Schutz in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Insgesamt ist die Anzahl der Menschen auf der Flucht global seit 2012 stark gestiegen. Die Hauptursache für den Anstieg ist der andauernde Krieg in Syrien , aber auch Kriege, Gewalt und Terror in den Ländern Afghanistan und Irak sowie Kolumbien, Südsudan, Sudan, Demokratischer Republik Kongo und Somalia.

Die Hauptlast der aktuellen Fluchtbewegungen tragen gemessen am Bruttosozialprodukt deutlich ärmere Länder als Deutschland, wie der Libanon oder Jordanien. So kommen im Libanon auf 1.000 Einwohner 169 Geflüchtete, in Jordanien 91 und in der Türkei 36. In Deutschland sind es laut aktuellen Schätzungen zum Ende des Jahres 2016 acht pro 1.000 Einwohner.

Auf allen Stationen ihrer Flucht sind die Menschen auf Hilfe angewiesen. Auch die Herkunfts-, Transit- und Aufnahmeländer benötigen Unterstützung, um eine menschenwürdige Versorgung der Flüchtenden zu gewährleisten. In Ergänzung zu ihrem Engagement gegen die Ursachen von Hunger, Armut und Gewalt und für nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit fokussieren sich die Mitglieder auf unmittelbare, schnelle Nothilfe für Flüchtende.

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In Herkunfts-, in Transit- und Aufnahmeländern setzen die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partnerorganisationen in vielseitigen Projekten Bündnis-Mittel zur Unterstützung von Menschen auf der Flucht ein. Ziel ist es die Lebenssituation von Flüchtenden mit ihren besonderen Bedürfnissen auf unterschiedlichen Stationen ihrer Flucht soweit wie möglich zu verbessern sowie den Austausch und das Miteinander zwischen lokaler Bevölkerung und Geflüchteten zu stärken. Die Hilfsmaßnahmen reichen von der Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung, über Sprach- und Weiterbildungskurse bis hin zur Schaffung von Räumen der Begegnung für lokale Bevölkerung und Geflüchtete.

  • In Flüchtlingscamps in Niger in der Diffa Region im Grenzgebiet zu Nigeria stehen für nigerianische Geflüchtete und nigrische Binnenvertriebene mit Behinderungen, mehrere Hilfsangebote zur Verfügung. Sie erhalten bei Bedarf medizinische Unterstützung in Form von kostenloser Behandlung, Medikamenten und psychischer Beratung. Weiterhin können sie eine finanzielle Starthilfe für den Aufbau von kleinen Geschäften oder für den Erwerb von Nutztieren bekommen. Zusätzlich wird in den Flüchtlingscamps die Einrichtung von barrierefreien Toiletten und Duschen gefördert.
  • In Gemeinden im Chouf-District in Mount Lebanon im Libanon werden für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren und Jugendliche im Alter von 16 und 25 Jahren aus syrischen Flüchtlingsfamilien und sozial vulnerablen libanesischen Bürgern unterschiedliche Maßnahmen im Bildungsbereich angeboten. Das Projekt finanziert zum Beispiel Kosten für Transport und Schulmaterialien, Förderunterricht und zusätzliche Ausrüstung für öffentliche Schulen, die Schüler aus der Zielgruppe aufgenommen haben. Weiterhin bietet es speziellen Basis-Förderunterricht in arabischer Sprache sowie psychosoziale Unterstützung für Kinder mit Kriegs- oder Fluchttraumata an. Jugendliche können an einem Learn and Earn-Programm in den Bereichen Ressourcenschutz und Garten- und Landschaftsbau teilnehmen.
  • In Deutschland wird in einem Projekt im Rhein-Main-Gebiet psychosoziale Unterstützung für Geflüchtete insbesondere für Menschen aus Eritrea, Afghanistan und Syrien in Notunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen angeboten. Geflüchtete können kurzfristig Beratungsgespräche und telefonische Sprechstunden wahrnehmen und erhalten Unterstützung in der Organisation langfristiger Versorgungsangebote. Für psychosozialen Fachpersonal, Dolmetscherinnen und Diasporaorganisationen werden Beratungsgespräche und Fortbildungen für die Arbeit mit Geflüchteten organisiert. Zur Sensibilisierung der Fachorganisationen und der Öffentlichkeit für die psychosozialen Bedürfnisse und die Versorgungssituation von Geflüchteten finden außerdem mehrere öffentliche Diskussionsveranstaltungen statt.

Weltkarte des Risikos

Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen? Welchen Einfluss haben Faktoren wie Regierungsführung, Qualität des öffentlichen Gesundheitssystems, Umweltsituation und Bildungsniveau auf die Gefährdung eines Landes durch Naturkatastrophen?

Der WeltRisikoBericht versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben. Der WeltRisikoBericht enthält den vom IFHV der Ruhr-Univeristät Bochum  berechneten WeltRisikoIndex. Der Index gibt für 172 Länder weltweit das Risiko an, Opfer einer Katastrophe in Folge von extremen Naturereignissen zu werden.

sehr gering
0,08 – 3,46
.

gering
3,47 – 5,46

mittel
5,47 – 7,30

hoch
7,31 – 10,39

sehr hoch
10,40 – 36,72

keine Daten

Weiterführende Information zur Berechnung des Index finden Sie auf der Website zum WeltRisikoBericht.

Mediathek

Aktuelle Publikationen

Global Values of Mangroves for Risk Reduction

4 MB

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Ergebnisbericht Risikoanalyse und Katastrophenprävention

3 MB

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WeltRisikoBericht Analyse und Ausblick 2017

14 MB

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WeltRisikoBericht 2016

8 MB

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Rechenschaftsberichte

Ebola-Epidemie in Westafrika

Erschienen: 31.03.2018

1 MB

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Taifun Haiyan auf den Philippinen

Erschienen: 15.12.2017

2 MB

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Nepal: Ein Jahr nach dem Beben

Erschienen: 21.04.2016

2 MB

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Hilfe für Flüchtlinge. Aktuelle und langfristige Projekte

Erschienen: 04.12.2015

420 KB

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Hungersnot am Horn von Afrika 2011

Erschienen: 10.11.2015

910 KB

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Nepal: Hilfe nach dem Beben

Erschienen: 28.05.2015

419 KB

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Ebola-Epidemie in Westafrika. Maßnahmen von BEH

Erschienen: 31.03.2015

3 MB

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Hilfe für syrische & irakische Flüchtlinge & Binnenvertriebene

Erschienen: 17.03.2015

2 MB

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Pakistan: Drei Jahre nach der Flut

Erschienen: 27.07.2013

2 MB

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Haiti: Unsere Hilfe nach dem Erdbeben

Erschienen: 31.01.2013

764 KB

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Ostafrika und die Folgen der Dürre

Erschienen: 03.10.2012

2 MB

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Videos

Aufmerksamkeit geht, Not bleibt – Unsere Hilfe

Auf den Philippinen nach Taifun Haiyan 2013

10 Jahre nach dem Tsunami 2004