29. April 2024

Hilfe für die Opfer
der Überschwemmungen in Ostafrika

Überschwemmungen in Ostafrika.

Der anhaltende Regen in den östlichen Ländern Afrikas verwüstet ganze Siedlungen. © Bündnis Entwicklung Hilft/German Doctors

Die seit Wochen anhaltenden heftigen Regenfälle in Kenia und Tansania haben eine verheerende humanitäre Krise ausgelöst. Zahlreiche Menschen haben ihr Leben verloren, Tausende wurden in Not zurückgelassen. Die Überschwemmungen und Erdrutsche haben ganze Gemeinden in den beiden ostafrikanischen Ländern verwüstet und massive Zerstörung und Leid hinterlassen. Besonders in den dicht besiedelten Slumgebieten von Nairobi, wie Kariobangi und Mathare, wurden Häuser weggespült und Hundertausende mussten ihr Zuhause verlassen.

Die betroffenen Gemeinden stehen vor einer enormen Herausforderung. Die Rettungs- und Hilfsbemühungen werden durch die anhaltenden Regenfälle erschwert. Straßen sind unpassierbar geworden, Brücken wurden weggespült, und die Wassermassen behindern die Rettungs- und Evakuierungsarbeiten. Die Angst vor Krankheitsausbrüchen, insbesondere durch verschmutztes Wasser und fehlende sanitäre Einrichtungen, wächst mit jeder Stunde.
Die Menschen brauchen dringend Hilfe. Sie benötigen Nahrungsmittel, sauberes Wasser, medizinische Versorgung, Unterkünfte oder psychosoziale Unterstützung. Die Situation erfordert ein schnelles und koordiniertes Handeln. Meteorolog:innen führen die Ereignisse auf das Klimaphänomen El Niño zurück und warnen vor noch heftigeren Regenfällen.

Die katastrophalen Auswirkungen der Überschwemmungen werden durch eine zusätzliche Krise im Gesundheitswesen in Kenia verschärft. Seit sechs Wochen streikt dort das medizinische Personal von Kliniken für bessere Arbeitsbedingungen und ausstehende Gehaltszahlungen. Dies hat zum Zusammenbruch des staatlichen Gesundheitssystems geführt. Die meisten staatlichen Einrichtungen sind geschlossen, Schwangere, Kranke und Verletzte müssten auf teure Privatkliniken ausweichen, die sich viele nicht leisten können.

Die Bewohner der großen Slums von Kibera, Mathare, Korogocho, Mukuru Kwa Njengo sind am stärksten betroffen, da die meisten dieser Slums in der Nähe des Ngong/Nairobi-Flusses liegen. Ihre Häuser stehen unter Wasser, während andere weggeschwemmt wurden, was zu einem enormen Verlust an Hausrat und zur Vertreibung von Menschen führte. Fast 40 % der Slumbewohner sind bei Kälte und Nässe obdachlos, ohne Nahrung und ohne Zugang zu grundlegenden Bedürfnissen wie Toiletten.
Da die Ärzte immer noch streiken, besteht die Möglichkeit, dass es zu einem größeren Ausbruch von Krankheiten kommt, die durch Wasser übertragen werden, und es ist kaum Hilfe in Sicht. Die Wetterexperten sagen, dass wir mit weiteren Regenfällen rechnen müssen. Das bedeutet, dass sich die Situation zu einer ernsten Katastrophe aus¬wachsen könnte

George Audi
Projektmanager der German Doctors in Kenia

Die Menschen in den betroffenen Gebieten stehen vor einer humanitären Krise, die sie alleine nicht bewältigen können. Unsere Bündnis-Mitglieder sind vor Ort aktiv und leisten Nothilfe. Ihre Spende leistet einen direkten Beitrag, den Opfern der Flutkatastrophe zu helfen. Jede Spende trägt dazu bei, das Leid der betroffenen Menschen zu lindern.

Bitte spenden Sie heute. Jeder Euro zählt.
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