Hilfe für Rohingya

Geflüchtete Rohingya stellen sich im Kutupalong Refugee Camp in der Region Cox‘s Bazar an, um Hilfsgüter zu erhalten. © CDD / CBM
Rahima Khatun ist mit ihren Kindern in ein Aufnahmecamp in der Stadt Cox's Bazar in Bangladesch geflohen. © Disha Uppal / Welthungerhilfe
Das Moynardhona Aufnahme-Camp in Cox's Bazar © Kieran McConville / Concern Worldwide
Ein Mädchen trägt Hilfsgüter zurück ins Kutupalong Refugee Camp bei Cox‘s Bazar. © CDD / CBM
Basisgesundheitsteams von medico-Partner Gonoshasthaya Kendra (GK) versorgen geflüchtete Rohingya in Bangladesch. © GK / medico international
Der andauernde Regen in der Grenzregion in Bangladesch erschwert die Versorgung der Menschen in den Aufnahmecamps zusätzlich. © CDD / CBM

Hunderttausende Rohingya sind seit Ende August auf der Flucht vor der Gewalt in Myanmar und suchen Schutz im angrenzenden Bangladesch. Sie sind dringend auf Unterstützung angewiesen. Die humanitäre Lage in den bereits überfüllten Flüchtlingscamps ist katastrophal. Die Menschen leiden an Hunger, es fehlt an sauberem Trinkwasser, an trockenen Unterkünften und medizinischer Versorgung. Neu ankommende Rohingya sind gezwungen sich schutzlos am Rande der Camps niederzulassen.

Die Bündnis-Mitglieder sind in der Region in Bangladesch aktiv und haben in den Flüchtlingscamps gezielte Soforthilfe-Maßnahmen für Rohingya gestartet. Sie verteilen Nahrung, sauberes Trinkwasser und Essgeschirr und stellen Plastikplanen und mobile Toiletten in den Camps bereit. Außerdem werden einige hundert geflüchtete Rohingya pro Tag medizinisch versorgt. 

Länderprofil Bangladesch

Bevölkerung: 162,95 Mio Einwohner (2016)
Fläche: 147,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,579 (mittel)
Welthungerindex 2017: 26,5 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 19,57 % (sehr hoch)

Exposition: 31,70 % (sehr hoch)

Vulnerabilität: 61,72 % (hoch)

 

Länderprofil Myanmar

Bevölkerung: 52,89 Mio. Einwohner (2016)
Fläche: 676,6 Tsd. km²

Human Development Index 2015: 0,556 (mittel)
Welthungerindex 2017: 22,6 (ernst)

WeltRisikoIndex (Analyse 2017)

Risiko: 9,06 % (hoch)

Exposition: 14,87 % (hoch)

Vulnerabilität: 60,95 % (hoch)

Hungerkrisen – eine Folge von Gewalt und Dürre

Im Jemen hilft die DAHW in den Dürregebieten bei der Notversorgung mit Wasser. © Yasin Al-Qubati / DAHW

Kinder im Flüchtlingslager Dolo Ado in Äthiopien. Für jüngere Kinder zwischen fünf und elf Jahren organisiert der äthiopische Partner von Brot für die Welt Notschulen, die rund 1.800 Kindern Lernmöglichkeiten und Abwechslung im tristen Flüchtlingsalltag bieten. © Roman Farkas / Brot für die Welt / Diakonie Katastrophenhilfe

Eine stillende Mutter in einem Krankenhaus nahe der Stadt Burao in Somaliland. Kinder und schwangere Frauen leiden am meisten unter der Dürre. Die Kindernothilfe engagiert sich mit Wassertransporten, Nahrungsmittelversorgung und Hygieneschulungen für die Bevölkerung. © Angelika Böhling / Kindernothilfe
Dürre in Somaliland, ein verendetes Schaf in der Nähe der Stadt Borama. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe
In Idhanka in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe die Bevölkerung mit der Verteilung von Nahrungsmitteln. © Alex Getmann / Justfilms / Welthungerhilfe

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Jemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Infolge der anhaltenden Dürre in vielen Regionen und aufgrund des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Im Jemen wird die prekäre Ernährungslage durch den seit Jahren andauernden bewaffneten Konflikt besonders verschärft. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.

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Aktuelle Meldungen

Unter Plastikplanen haben Rohingya Schutz in Bangladesch gefunden. © CDD / CBM
Aufnahme-Camps für Rohingya in der Region Cox’s Bazar in Bangladesch © Misereor

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Unterricht in provisorischer Schule nach dem Erdbeben in Haiti. © Jakob Studnar / Kindernothilfe

Elf starke Organisationen – ein Bündnis. Prävention, partnerschaftliche Zusammenarbeit, langfristige Hilfe, gebündelte Erfahrung und entwicklungspolitisches Engagement sind unsere Grundpfeiler für eine nachhaltige Entwicklung. Leben retten, akute Not lindern: Im Katastrophenfall kommt es auf schnelle und effektive Hilfe an. Das Bündnis Entwicklung Hilft kann aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sicherstellen, dass alle Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

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3 days ago
"Leidtragende des Konfliktes im Jemen sind - wie so oft - die Zivilisten." Fast 80 Prozent der jemenitischen Bevölkerung brauchen derzeit dringende humanitäre Hilfe https://t.co/Av50Ttr5Uu #Jemen
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3 days ago
RT @kindernothilfe: Wie sieht konkrete Hilfe für die #Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch aus? Unsere #Instastory auf https://t.co/iXTZu65v
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4 days ago
RT @germandoctors: In #Bangladesch spielt sich derzeit eine humanitäre Katastrophe ab: Mehr als 600.000 geflüchtete #Rohingya leben unter m…
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11 days ago
Die Zukunft der #Rohingya – In #Bangladesch bleiben, oder nach #Myanmar zurückkehren? Einschätzungen von Nazmul Bari und Broja Gopal Saha vom Centre for Disability in Development (CDD). https://t.co/dhmnZ3cESG https://t.co/AyxW7ZTL7C
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11 days ago
RT @nothilfe: Neue Rahmenbedingungen überfordern die #humanitäreHilfe. Es kommt darauf an, sie zu überwinden. #11Thesen @nothilfe: https://…
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Spendenaufruf in der ARD

Bei großen Katastrophen und Krisen vereinbart Bündnis Entwicklung Hilft Medienkooperationen für gemeinsame Spendenaufrufe. Zurzeit unterstützt die ARD sowohl den Spendenaufruf für die Hilfe in Afrika und im Jemen, als auch den für die Hilfe für Rohingya.

WeltRisikoBericht
Analyse und Ausblick 2017

Die Verwundbarkeit der Länder weltweit gegenüber extremen Naturereignissen ist geringer geworden. Die Menschen sind im Durchschnitt besser für Naturgefahren wie Wirbel­stürme oder Erdbeben gerüstet als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis hat die Gesamtanalyse des WeltRisikoIndex der Jahre 2012 bis 2016 geführt.

Zur Website vom  WeltRisikoBericht

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